eliskases
Angesichts der in diesem Forum von mark, schneemann u.a. mit Inbrunst, Hartnäckigkeit und ungebrochener Überzeugung vorgetragenen Thesen darüber, was man sinnvoll und wissenschaftlich-argumentativ korrekt zu Themen wie Qualia, Intentionalität, intuitives Wissen, Letztbegründungen u.ä. aussagen kann bzw. darf, war ich hoch erfreut über den Vortrag von Peter Bieri, der die Naivität und Gefahren einer solchen, einseitig dogmatischen Sichtweise innerhalb der analytischen Philosophie vor dem Hintergrund ihrer philosophiehistorischen Entwicklung auf den Punkt bringt.
Sein Vortrag hat umso mehr Gewicht, als Bieri selbst analytischer Philosoph und Kenner dieser philosophischen Denkrichtung ist.
Der Vortrag von Bieri ist im Netz als ca. 40 minütiger Stream einzusehen. Der zugrunde liegende Aufsatz ist erschienen in: Deutsche Zeitschrift für Philosophie, 2007- Heft III, S.333-344, im Netz aber leider (noch) nicht zu finden.
Er analysiert die größtenteils uneingelösten Ansprüche der analytischen Philosophie und kritisiert ihre Auffassung eines geschichtlich unabhängigen Vernunftbegriffs, ihres Ideals rationaler Argumentation, die oftmals nur in eine inflationäre Verwendung vermeintlicher Totschlagargumente pervertiert sowie ihre gern vorgebrachte Behauptung, über die eine, wahrheitsfindende Methode, der einzig wahren, "wissenschaftlichen Analyse" zu verfügen, wobei geflissentlich übersehen wird, dass diese immer schon zwei Methodenideale sind, nämlich die formallogische eines Frege, Carnap, Russell, Goodman etc., und die natürlichsprachliche Analyse des späten Wittgenstein, Ryle u.a., die jeweils völlig andere Voraussetzungen haben und völlig unterschiedliche Ziele verfolgen.
Er honoriert natürlich auch die unzweifelhaften Vorteile analytischer Methodik und will hinter die damit erreichbare Klarheit für die philosophische Diskussion keinesfalls zurück. Er zeigt aber auch, dass die Probleme der Philosophie damit keineswegs gelöst sind und auch dadurch nicht zum Verschwinden gebracht werden können, dass man ihre Existenz einfach leugnet.
Sein Vortrag hat umso mehr Gewicht, als Bieri selbst analytischer Philosoph und Kenner dieser philosophischen Denkrichtung ist.
Der Vortrag von Bieri ist im Netz als ca. 40 minütiger Stream einzusehen. Der zugrunde liegende Aufsatz ist erschienen in: Deutsche Zeitschrift für Philosophie, 2007- Heft III, S.333-344, im Netz aber leider (noch) nicht zu finden.
Er analysiert die größtenteils uneingelösten Ansprüche der analytischen Philosophie und kritisiert ihre Auffassung eines geschichtlich unabhängigen Vernunftbegriffs, ihres Ideals rationaler Argumentation, die oftmals nur in eine inflationäre Verwendung vermeintlicher Totschlagargumente pervertiert sowie ihre gern vorgebrachte Behauptung, über die eine, wahrheitsfindende Methode, der einzig wahren, "wissenschaftlichen Analyse" zu verfügen, wobei geflissentlich übersehen wird, dass diese immer schon zwei Methodenideale sind, nämlich die formallogische eines Frege, Carnap, Russell, Goodman etc., und die natürlichsprachliche Analyse des späten Wittgenstein, Ryle u.a., die jeweils völlig andere Voraussetzungen haben und völlig unterschiedliche Ziele verfolgen.
Er honoriert natürlich auch die unzweifelhaften Vorteile analytischer Methodik und will hinter die damit erreichbare Klarheit für die philosophische Diskussion keinesfalls zurück. Er zeigt aber auch, dass die Probleme der Philosophie damit keineswegs gelöst sind und auch dadurch nicht zum Verschwinden gebracht werden können, dass man ihre Existenz einfach leugnet.