notme
Vorhin habe ich eine Motte aus dem Fenster gelassen, als ich drüber nachdenken musste, ob Insekten genau so viel Recht auf Leben haben, wie Menschen. Bei Mord am Menschen bekommt man lebenslänglich, zermatscht man eine Fliege trägt es eventuell sogar zur Belustigung bei. Das Leben von Insekten hat also kaum bis gar keinen Wert in der Gesellschaft.
Ich erkläre mir das so, daß man keinerlei sozialen Bezug zu Insekten hat, zu Hunden, Katzen, Fischen jedoch schon und daher steht ihr Lebenswert auch um vieles höher. Aber objektiv betrachtet könnte sich hier ein Denkfehler befinden, denn eines haben Menschen, Insekten und Tiere gemeinsam: sie leben.
Weitere Punkte, warum Insekten häufig ermordet werden liegt wohl auch daran, dass sie sich nicht wehren können, dass niemand einem Schuld einredet.
Ich persönlich halte es aber schon falsch sie um zu bringen, auf Grund meines Gewissens.
Am wichtigsten ist mir hierbei der Aspekt, dass sie schwach sind. Es scheint in der Natur des Menschen zu liegen, die Schwachen zu unterdrücken. Das Thema ist etwas abstrakt, da es nichts in der Natur gibt, was stärker als der Mensch ist, und was gewissenlos unterdrückt. Daher konnte der Mensch auch schlecht ein Gewissen für Schwächere entwickeln. Was würde wohl passieren, wenn wir unter Wesen lebten, für die wir im Vergleich zu ihnen, wie Insekten zu uns sind. die tausendfach größer sind und tausendfach intelligenter und diese Gegebenheiten nutzen, um uns spasseshalber die Beine auszureissen, uns mit Menschenklatschen zermatschen, ertränken und vergiften?
Meine Hauptfrage lautet:Ist es legitim Schwächere zu quählen, töten, vergewaltigen, wenn es keine negativen Konsequenzen für uns hat, keiner uns Schuld einredet, zB im Krieg, wo es eh keiner merkt, und die Opfer zu 100% wehrlos sind?
Lian
| Zitat: |
| Meine Hauptfrage lautet:Ist es legitim Schwächere zu quählen, töten, vergewaltigen, wenn es keine negativen Konseuqenzen für uns hat, keiner uns Schuld einredet, zB im Krieg, wo es eh keiner merkt, und die Opfer zu 100% wehrlos sind? |
Nein, es ist nicht legitim, aus einer Übermacht heraus ein Wesen zu töten. Wenn es geht, lasse ich auch Insekten ins Freie. Wenn ich jedoch von einem Mückenschwarm überfallen werde, dann wehre ich mich.
Jedes Lebewesen hat zunächst mal seine Lebensberechtigung, dafür ist es ja ein Lebewesen. Und niemand sollte sich einen Spass daraus machen, ein Lebewesen einfach so zu töten.
Ich finde es jedoch rechtens, den Menschen über das Tier zu stellen. Nehmen wir als Beispiel Tiere, die Krankheiten auf Menschen übertragen. In solch einem Fall halte ich es für angebracht, den Menschen zu schützen und dieses Tier zu töten.
Lian
Phantom
Prinzipiell spreche ich dem tierischen Leben auch Wert zu, aber die Frage ist wie viel:
Ich würde ein Insekt z.B. durchaus töten auch wenn es mir maximal einen Mückenstich versetzen könnte (bei Menschen würde man da sagen ich reagierte über)
Fliegen müssen noch nicht einmal tätlich werden, sondern es reicht wenn sie meine Nachtruhe stören, um meine Mordlust zu wecken (wobei mir aufgefallen ist dass ich Bienen eher zum fenster geleite wenn ich die Zeit dazu finde -die sind irgendwie leichter zu "navigieren").
Tierlieb bin ich also nur Tieren gegenüber die meine Lebensqualität nicht einschränken.
XXMarkusXX
Hallo erstmal und gratulation zu Euerem tollen Forum.
Da ich neu hier bin ist mir der Ablauf noch nicht geläufig und ich bitte deshalb um Nachsicht meiner eventuellen Fehler.
Ich würde mich gerne zu Eurem Thema äußern:
Als erstes würde ich mich gerne auf die Hauptfrage beziehen. Für mich ist die Antwort ein klares "Nein". Ich denke dass hier der Grundsatz der Gleichheit aller Menschen gelten muss und deshalb eine Unterdrückung bzw. negative Beeinträchtigung anderer ausschließt.
Gerne würde ich den 2. Teil Deiner Frage aufgreifen, in dem Du "wenn es keine negativen Konsequenzen für uns hat, keiner uns Schuld einredet, zB im Krieg, wo es eh keiner merkt, und die Opfer zu 100% wehrlos sind" anhängst. Zum einen denke ich, und hoffe das auch sehr, dass es das in der heutigen Zeit kaum mehr gibt, da eine Grundehtik global vorherrscht. Aber das ist nur meine Meinung und bei der Annahme Deiner Gegebenheiten geht es Dir wohl überwiegend um eine fehlende normative Regelung. Diese Annahme fällt mir ein wenig schwer, da Normen und Gesetze doch Konstrukte einer Gesellschaft, bzw. Kultur sind. Heißt das nicht, dass sich bei jeder Kultur Gesellschaft immer irgendwelche Regeln entwickeln werden? Je nach dieser Kultur wird das Töten, Unterdrücken, o.ä. eines anderen Menschen dann legitimiert oder untersagt.
Sollte nun eine Kultur zu dem Schluß kommen das unversehrte Menschen leben sei nicht schützenswert, oder das Gesetz des Stärkeren gelte, so stellt sich mir die Frage, ob diese Anschauung dann weniger Berechtigung findet als die unsrige.
Ich denke auch, dass es sehr schwer ist Unterdrückung oder Tötung Anderer zu beleuchten, wenn man von dem Hintergrund ausgeht, dass jeder Mensch ein Grundbedürfnis nach sozialem Kontakt und Harmonie hat, also die negative Beeinflussung der Mitmenschen ein abweichendes Verhalten darstellt, das auf unterschiedlichen Ursachen beruht. So gibt es doch z.B. in der deutschen Rechtssprechung den Zustand der Unzurechnungsfähigkeit.
Wie ich finde hast Du da eine sehr interessante Frage gestellt.
Als kleine Anmerkung zu der Einleitung mit Tieren:
Jegliches Leben auch hier nicht genannte Pflanzen, ist schützenswert und ein wichtiger Bestandteil dieser Welt, nur denke ich ist hier ganz klar von Mensch und Tier oder Pflanze zu unterscheiden.
Ich empfinde gerade im europäischen Raum eine zunehmende Vermenschlichung von Tieren vorherrschend, was mich sehr stört. Solange Menschen verhungern, Elend leiden, menschenunwürdig leben müssen oder an, für unsere Verhältnisse, banalen Erkrankungen sterben, sollte unser Augenmerk nicht mit dieser Gewichtung bei Tieren liegen, denn da würde meine Antwort lauten, dass dem Menschen klar der Vorzug zuteil wird. Errinert man sich an das Ereignis mit Braunbär Bruno, so wurde dort in den Medien des öfteren von seinem Recht zum Leben gesprochen. Dies, so denke ich, ist ein gänzlich falscher Weg.
Ich hoffe einen kleinen Beitrag zum Thema geleistet zu haben und würde mich über eine rege Diskussionsfortsetzung freuen.
Freundlicher Gruß
Markus
notme
Ich stelle denWert des Menschen auch über den Wert des Tieres/Insekt, da ich selber einer bin und nichts davon habe wenn meine rasse ausstirbt andere aber weiter leben.
Die Aufmerksamkeit sollte daher wirklich auf Problemen der Menscheit gerichtet sein nicht auf die der Tiere/Insekten, obwohl ich einen kleinen Aufwand schon vertrete, indemich nicht menschliches Leben nur dem Mensch unterordne, es aber nicht komplett verwerfe. Denn oft ist mit kleinem Aufwand schon viel getan und wenn man damit einige Gattungen vom Austerben retten kann oder dafür sorgt, daß der Mensch die Natur respektvoller behandelt, dann bitte.
Mir viel auf, daß dieses Denken jedoch sehr selbstbezogen ist und wenn eine stärkere Rasse für ihr eigenes Überleben sorgt und schwächere Rassen unterdrückt, daß dann auch innerhalb der rasse die Starken die Schwachen unterdrücken, was in Richtung Selbstvernichtung hinausläuft. Man kann also entwedernur für sich selbst sorgen, oder den schwächeren helfen und dafür Hilfe von Stärkeren erwarten.
Rhetorix
Da ich eine große Tierfreundin bin, ließ mich dieser Thread nicht ruhen und rasten.
Also gründete ich die
FLÖWALÄMIMÜZEBA-LIGA
ZUR VERTEIDIGUNG DER MENSCHENRECHTE
VON
FLÖHEN WANZEN LÄUSEN MILBEN MÜCKEN ZECKEN BAKTERIEN
Selbstverständlich lud ich meine Stubenfliege zur Gründungsversammlung ein. Sie sagte, es wäre ihr eine Ehre, aber sie sei eine Eintagsfliege und daher aus terminlichen Gründen an der Teilnahme verhindert.
Dann bemalte ich Schilder mit Honig, Blut und §cheiße und schrieb darauf: GROSSE GRÜNDUNGSVERSAMMLUNG - KOMMT MASSENHAFT !
Was sie dann auch taten.
Als ich das Wort ergriff und erklärte, dass die Menschheit ihre Überlegenheit über die Tierheit nicht scham- und gewissenlos zum Töten von ...(s.o.)... ausnutzen dürfe, da erhob sich ein gar gewaltig Gelächter, die Fundamente des Versammlungslokals erbebten, das Dach fiel mir auf den Kopf, 37 Millionen Tonnen Insekten setzten sich auf mich, und ich starb.
Lian
| Zitat: |
| wenn meine rasse ausstirbt |
Das Wort Rasse ist für Menschen seit dem Nationalsozialismus verboten.
@Rhetorix loool
Castell
| Zitat: |
Original von Lian
| Zitat: |
| wenn meine rasse ausstirbt |
Das Wort Rasse ist für Menschen seit dem Nationalsozialismus verboten.
|
Es ist nicht nur gesellschaftlich verpönt, es ist auch biologisch falsch. Dazu gab es zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen.
Dummerweise ist der Mensch ein Gewohnheitstier und so lebt der falsche Begriff vielerorts fort, obwohl er wie gesagt sowohl gesellschaftlich als auch wissenschaftlich, faktisch obsolet ist.
Zum Thema:
Es geht doch um die Leidensfähigkeit des Lebewesens, das heißt um die Ausgereiftheit des Bewusstseins. Eine Bakterie wird bei ihrem Tod wohl kaum so sehr Leiden, wie ein Hund oder ein Mensch...
das Problem besteht eigentlich nur darin, die richtige Abstufung zu finden.
gruß,
Castell
Jay Ray
| Zitat: |
Original von Lian
| Zitat: |
| wenn meine rasse ausstirbt |
Das Wort Rasse ist für Menschen seit dem Nationalsozialismus verboten. |
Zweierlei:
Das Wort "Rasse" ist für Menschen sehr wohl erlaubt - es steht sogar bei den Grundrechten im deutschen Grundgesetz drin:
I- Art.3 Abs.3
Das Wort "Rasse" als biologischer Begriff für Menschen im Unterschied zu nichtmenschlichen Tieren wäre von der biologischen Nomenklatur her unpassend - richtiger wäre
"Gattung" - oder was auch politisch unverfänglich klingt "Familie".
Rhetorix
| Zitat: |
Original von Jay Ray
... richtiger wäre "Gattung" - oder was auch politisch unverfänglich klingt "Familie". |
Wir gehören
- zusammen mit den Protozoen zum Reich der Tiere
- zusammen mit den Schwämmen zum Unterreich der Vielzeller
- zusammen mit den Korallen zur Abteilung der Gewebetiere
- zusammen mit den Garnelen zur Unterabteilung der Zweiseitentiere
- zusammen mit den Seeigeln zum Überstamm der Neumünder
- zusammen mit den Lanzettfischchen zum Stamm der Chordatiere
- zusammen mit den Haien zum Unterstamm der Wirbeltiere
- zusammen mit den Schnabeltieren zur Klasse der Säugetiere
- zusammen mit den Faultieren zur Unterklasse der Höheren Säugetiere
- zusammen mit den Lemuren zur Ordnung der Primaten
- zusammen mit den Koboldmakis zur Unterordnung der Trockennasenaffen
- zusammen mit den Meerkatzen zur Teilordnung der Altweltaffen
- zusammen mit den Gibbons zur Überfamilie der Menschenartigen (Hominoidea)
- zusammen mit den Orang Utans zur
Familie der Menschenaffen (Hominidae)
- zusammen mit dem (ausgestorbenen) Homo erectus zur
Gattung Mensch
- wohl zusammen mit den Neandertalern zur Art Homo sapiens
- und sind die Unterart Homo sapiens sapiens.
Die meisten von uns sind wahrscheinlich ebenso wie ich ein Rassegemisch aus je einem Anteil Vorindoeuropäisch und Indoeuropäisch, wobei der indoeuropäische Anteil sich wiederum ziemlich bunt zusammensetzt (Kelten, Germanen, Slawen etc.), so dass man sagen könnte: von jedem Dorf ein Hund.
XXMarkusXX
Wodurch der Begriff "Rasse" dann erschöpfend beleuchtet werden konnte.
Das Wesentliche wie mir scheint ist doch der Gleichheitsgrundsatz der für Menschen gelten soll und muss. Dadurch beginnt doch die erste Abgrenzung dann hin zum Tier.
Interessant fand ich den oben angeführten Aspekt, dass eine Spezies, die andere Lebensformen außerhalb unterdrückt, dies dann auch innerhalb der eigenen Form praktiziert.
Wenn das wirklich so zutrifft müßte man doch zu dem Schluß kommen, dass die Beherrschung, Beeinflussung o.ä. von Tieren nicht vertretbar sei, da daraus wieder eine Beherrschung, Unterdrückung bei den Menschen selbst entstünde.??
Lian
das Wort Rasse im GG ist in diesem Zusammenhang, Artikel 3 nicht als menschliche Rasse gemeint, sondern als Zugehörigkeit einer ethnischen Volksgruppe.
Lian
Rhetorix
Ah, ich verstehe!
Ein
Ostfriese, ein
Buschmann und ein
Japaner (allemit deutscher Staatsangehörigkeit) bewerben sich in Düsseldorf um eine Stelle als Lehrer.
Der Ostfriese wird genommen, obwohl er die schlechtesten Zeugnisse hat. Der Japaner und der Buschmann werden abgelehnt, weil man keine Japaner und Buschmänner auf die Kinder loslassen will.
Der Buschmann läuft zum Gericht und beruft sich auf Art. 3 GG.
Das Gericht weist seine Klage ab und führt aus, dass es in Deutschland keine Volksgruppe der Buschmänner gibt und Art. 3 daher nicht gilt.
Der Japaner läuft gleichfalls zum Gericht, gewinnt den Prozess aber, weil es in Düsseldorf eine Volksgruppe der Japaner gibt.
Übrigens gab es noch einen vierten Bewerber, Vater Massai, Mutter Eskimo.
Der hat seine Bewerbung aber gleich wieder zurückgezogen, weil es eine Massai-Eskimo-Volksgruppe nirgendwo auf der Welt gibt und er sich angesichts dessen keinerlei Chancen ausrechnete.
Lian
| Zitat: |
| In Deutschland ist nach dem Nationalsozialismus das Wort Rasse großteils diskreditiert. |
quelle: Wiki
geamter Artikel:
kultur
In dem Artikel geht es darum, dass das Wort "Rasse" oft durch den Begriff "Kultur" oder "Ethozismus" ersetzt wird, aber verdeckt die Inhalte des Urbegriffes gemeint sind.
Hier noch die Erläuterung des Begriffes "Rasse" auf Pflanzen-Tierwelt und Menschen
rasse
Archibald
| Zitat: |
Original von notme
Vorhin habe ich eine Motte aus dem Fenster gelassen, als ich drüber nachdenken musste, ob Insekten genau so viel Recht auf Leben haben, wie Menschen. Bei Mord am Menschen bekommt man lebenslänglich, zermatscht man eine Fliege trägt es eventuell sogar zur Belustigung bei. Das Leben von Insekten hat also kaum bis gar keinen Wert in der Gesellschaft...........
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@ Notme:
Von welchem Recht redest du hier ?
Von einem von Menschen gemachten Recht, oder aber, unterstellst du die Existenz eines "objektiv existietrenden moralischen Rechtes" ?
Chris
| Zitat: |
Original von Rhetorix
Übrigens gab es noch einen vierten Bewerber, Vater Massai, Mutter Eskimo. |
INUIT!
eliskases
| Zitat: |
Original von Chris
| Zitat: |
Original von Rhetorix
Übrigens gab es noch einen vierten Bewerber, Vater Massai, Mutter Eskimo. |
INUIT!
|
Der Eskimo, der Eskimo, der ist in seinem Iglu froh,
fängt Robben Tag und Nacht,
wer hats ihm beigebracht?
Der Neger ist ein Kuss,
weshalb ihn lieben muss,
ein jeder Mensch, ob jung, ob älter,
der Rothaut wird es immer kälter,
in seinem Winterwigwam spitz,
wie dem Chines im teuren Ritz.
Dort kriegt er Hund mit Affenhirn,
das schnmeckt dem gelben Mann ganz firm.
Es reimt sich allerlei,
im bunten Rassenbrei.
Wems stört soll sauer bleiben
in diesem bunten Reigen.
Political correct, ist, wem das hier nicht schmeckt.
Bläst Tübsal drum und regt sich auf,
warum ist der so uncool drauf?
serchanto
| Zitat: |
Original von notme
Am wichtigsten ist mir hierbei der Aspekt, dass sie schwach sind. Es scheint in der Natur des Menschen zu liegen, die Schwachen zu unterdrücken. |
Es liegt vermutlich nicht daran, dass ein Wesen schwach ist, damit der (?) Mensch es zu unterdrücken sucht. Grundlegender scheint mir zu sein, dass es in irgendeiner Weise stört. Das beginnt beim ganz banalen, indem es einen beispielsweise bloß nervös macht wie die Stubenfliege, die sich vor ein paar Tagen partout immer auf meine Schreibhand hocken musste. (Ich habe es geschafft sie fortzulocken, ohne sie zu erschlagen

.) Und es reicht bis zum Lebensbedrohenden, wie Ernteschädlinge oder Seuchenüberträger.
| Zitat: |
Original von notme
Meine Hauptfrage lautet:Ist es legitim Schwächere zu quählen, töten, vergewaltigen, wenn es keine negativen Konsequenzen für uns hat, keiner uns Schuld einredet, zB im Krieg, wo es eh keiner merkt, und die Opfer zu 100% wehrlos sind? |
Das Entscheidende ist für mich:
Alles (nicht nur Lebendes!), was existiert, hat ein grundlegendes Recht aufs Dasein. Und: Im Ernstfall hat alles auch das Recht, seine Existenz zu verteidigen (was vom Freiräumen von Lebensräumen bis zum Fressen reicht).
Aber: Als Mensch habe ich die Verantwortung dafür, diese Verteidigung der eigenen Existenz (allem gegenüber) auf das absolut Notwendige zu beschränken. Was drüber hinausgeht, vor allem wenn es aus Willkür oder bloßer Machtgier geschieht, ist essenziell und objektiv böse.
Dann kommt aber immer auch gleich das Problem, woran dieses absolut Notwendige gemessen werden soll. Und da beginnen die Schwierigkeiten einer Ethik erst. Wichtig scheint mir jedenfalls zu sein, dass eine anthropozentrische Ethik letztlich in die Sackgasse führt.
Als welterkennende Wesen haben wir grundsätztlich auch Verantwortung für die Welt und den Umgang mit ihr. Weil wir aber auch leider die ganze Gewalt- und Willkürkultur unserer Abstammung mit uns herumschleifen, ist das alles andere als einfach.
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