Exebeche
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| Original von serchanto Das Entscheidende ist für mich: Alles (nicht nur Lebendes!), was existiert, hat ein grundlegendes Recht aufs Dasein. Und: Im Ernstfall hat alles auch das Recht, seine Existenz zu verteidigen (was vom Freiräumen von Lebensräumen bis zum Fressen reicht). Aber: Als Mensch habe ich die Verantwortung dafür, diese Verteidigung der eigenen Existenz (allem gegenüber) auf das absolut Notwendige zu beschränken. |
Es hat etwas von einer Formel, so einfach, klar, abgrenzend, fast zu einfach.
Es trennt so präzise wie eine Rasierklinge, und ich finde es bestechend, geradezu genial.
Mit Sicherheit hat es das Potential zu einer allgemeingültigen Richtlinie.
Es verhält sich ähnlich wie andere Maximen, die etwa besagen, dass die eigene persönliche Freiheit da aufhört, wo ich die eines anderen verletze. Es lässt sich nicht messen, ist aber für jeden nachvollziehbar.
Dann ist da aber natürlich ein breiter Auslegungsspielraum.
Um meine Existenz zu verteidigen mag es ziemlich albern wirken, eine Schnake durch das Schlafzimmer zu jagen. Nach der Maxime der Notwendigkeit sieht es sogar ziemlich unmoralisch aus, man bekommt fast ein schlechtes Gewissen.
Hat man aber jemals ein paar Tage in einem tropischen Regenwald verbracht, sieht man rasch, dass diese moralischen Bedenken ein reines Luxusproblem sind, weil man dort in Anbetracht eines moskitoverseuchten Zeltes und fernab jeglicher Zivilisation plötzlich auch vor chemischen Massenvernichtungswaffen nicht zurückschreckt.
Prompt steht man wieder vor dem Problem:
Wo zieht man die Grenze?
Freiräumen von Lebensräumen schön und gut.
Aber gerade zu dem Begriff "Lebensraum" fällt mir ein: Dem gebildeten Amerikaner ist diese deutsche Vokabel noch geläufig, etwa so wie wir "Glasnost" kennen.
"Lebensraum" und "Ubermensch" haften uns an.
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