Moderne Philosophie

Jessy
helloHello

Hello ich bin neue hier und habe jede menge Fragen, ich muss schon erstaunen, wenn ich als Titel lesen muss.."Moderne Philosophie".
KANN DAS STIMMEN?
Philosophie existiert seit die Menschen denken konnten und nicht seit erste gestern abend..
Es ist ganz klar, dass man nicht genau mit dem "tobe or not to be" angefangen hat, sonst viel früher als die Menschen noch keine richtige Sprache benutzt haben.
Wie ihr vielleicht gemerkt haben, schon die Hölle Menschen haben auf ihre Art Philosophiert oder?..es gab nur nicht ein richtige Sprache..oder es war doch damals eine richtige Sprache? ja das war es, weil es war ja die Evolution time oder ? als wer Komunizieren kann, kann auch seine/ihre eigene Philosophie erklären, weiter ausdehnen lassen um eine weitere Entwicklung zu ermöglichen und nur so konnte man weiter machen und eine neue Sivilization ergeben!
Denn kann man nicht sagen, dass eine Moderne Philosophie sich ergeben hat, man macht genau wie früher, man handle genau wie früher, man benutzt alles genau wie damals es war, aussens dem Technische technologie...aber unsere Philosophie ist gleich geblieben, wir sind immer wieder die neue die das lernen müssen, weil wir nicht ewig auf die Erde sind, aber wenn nicht der Fall wäre, denn musste wir nichts anders lernen, als, dass was schon da ist.
Philosophie wird sogar in die bekannteste Universitäten immer noch auf halb lateinische Sprache gelehrt.
denn weiss ich nicht weshalb wird das als Moderne Philophie gennant?
Danke falls jemand dass erklären kann.
tolwin
"Was das Individuum betrifft, so ist ohnehin jedes ein Sohn seiner Zeit; so ist auch die Philosophie ihre Zeit in Gedanken gefasst."
Friedhelm
Zitat:
Original von Jessy
helloHello

Hello ich bin neue hier und habe jede menge Fragen, ich muss schon erstaunen, wenn ich als Titel lesen muss.."Moderne Philosophie".
KANN DAS STIMMEN?
Philosophie existiert seit die Menschen denken konnten und nicht seit erste gestern abend..
Es ist ganz klar, dass man nicht genau mit dem "tobe or not to be" angefangen hat, sonst viel früher als die Menschen noch keine richtige Sprache benutzt haben.
Wie ihr vielleicht gemerkt haben, schon die Hölle Menschen haben auf ihre Art Philosophiert oder?..es gab nur nicht ein richtige Sprache..oder es war doch damals eine richtige Sprache? ja das war es, weil es war ja die Evolution time oder ? als wer Komunizieren kann, kann auch seine/ihre eigene Philosophie erklären, weiter ausdehnen lassen um eine weitere Entwicklung zu ermöglichen und nur so konnte man weiter machen und eine neue Sivilization ergeben!
Denn kann man nicht sagen, dass eine Moderne Philosophie sich ergeben hat, man macht genau wie früher, man handle genau wie früher, man benutzt alles genau wie damals es war, aussens dem Technische technologie...aber unsere Philosophie ist gleich geblieben, wir sind immer wieder die neue die das lernen müssen, weil wir nicht ewig auf die Erde sind, aber wenn nicht der Fall wäre, denn musste wir nichts anders lernen, als, dass was schon da ist.
Philosophie wird sogar in die bekannteste Universitäten immer noch auf halb lateinische Sprache gelehrt.
denn weiss ich nicht weshalb wird das als Moderne Philophie gennant?
Danke falls jemand dass erklären kann.


Hallo Jessy,
ein berechtigtes Argument!
Aus den verschiedensten Gründen denkt und argumentiert man heute noch immer nach über die gleichen Grundfragen der menschlichen Existenz wie der Neandertaler: man sucht noch immer eine Antwort z.B. über Sinn und Zweck menschlicher Existenz und anderer Dinge, wie Himmel, Sterne, Wind und Wetter, Blitz und Donner oder man hat eine Antwort, und versucht sie zu beweisen und zu belegen und gegen die Gegenargumente zu verteidigen. Man fragt sich, wieso kann jemand anderer Ansicht sein, als ich? usw. bzw. wieso denke ich etwas anderes als alle anderen?
In diesem Hin und Her, Hick und Hack hat man voneinander gelernt. Es gibt eine Philosophiegeschichte der Philosophieentwicklung, bzw. viele davon, die beides wiederum unterschiedlich verstehen und deuten.
Und die Gegenwart dieser Auseinandersetzung einerseits mit den gleichen Grundfragen, andererseits mit anderen Meinungen nennt man halt "moderne Philosophie".

ganz herzlich
Friedhelm
Jessy
ok

Hello Friends..! I mind boths, for the information thanks so much.
Nun ich habe eure Antwort gelesen und ich muss schon sagen, dass irgendwie hat ihr recht, aber es gehe nicht darum ob man recht hat oder nicht, sonst warum kann man nicht anders lernen als nur das was seit Jahrtausenden hier ist?
Klar jeder denke anders, jeder handel anders, aber ist das nicht so, dass man könnte sich auf anders Philosophische Sachen interessieren?

Wissed ihr vielleicht wann ist der allerletzte Genie geboren? wissed ihr eigentlich, dass ausser dass was ihr schon wissen, ist irgendwie viel zu alt um das weiter zu forschen, und deswegen wir auf die STRECKE bleiben?

Wissed ihr, dass ich meine mit Socrates, Aristoteles, Konfuzius auf reine Ignoranz die anderen glaubten, was sie erzählt haben? und dass heute zu Tag..wir werden nie vorwärts gehen können?.
Zu erste alle mögliche Phantasie-World..wurde nie ernst genommen, weil sie doch als reine Phantasie da sind. (das ist immer noch so in ein 3viertel der Welt).
Wen das nicht der Fall wäre, warum gibt es seit dem "keine neuen Philosophen mehr?"
Warum die Menschen ansttat sich etwas zu beschaffen, werden sie nur alles abschaffen?
Warum sogar, auch mit eine hohe IQ kann mann nicht einfach behaupten, dass es tatsächlich etwas mehr da existiert als nur reine menschliche Wahsinng und reine dumme Phantasienverwirrt wie es eben Philosophie heute zu Tag gennant wird)
Ist der Mensch so umglaubwürdig geworden?, misstraurisch?..ich kann mich nicht vorstellen, dass wenn man darüber diskutieren will, viele Uni-leute wissen gar nicht worum es gehe.
man sagt, jede lebt mit seine ihre eigene Philosophie, aber ist das nicht so, dass der Welt hat "keine neue Philosophie", alles was wir reden, unterhaltungen, tagesablauf, liebesbriefe, zinische diplomatie, bürokratische und kronologische Sachen sind genau gleich, nur wir sind im andere Jahrhundert, alles stehe immer noch wie früher, das wiederum KONTRADICTIONS kann man nicht mehr betrachten als etwas wofür wir glauben können.
Ich denke, dass damals die Männer sich mehr Mühe genommen hatten als heute, und ich sage Männer weil Frauen sind ja nicht im Fragen gewessen, etwas was heute zu Tag ganz anders ist, und tatsächlich Frauen würden der Welt komplet verbessern können, und die Philosophie wäre doch nicht als reine Phantasie betrachten.
Wiissed ihr, dass wenn man am so viel Philosophische GLAUBE, glauben würden, man kann dem glauben am religiosen SEITEN nicht mehr haben!

Mir ist das ganz klar, entweder oder, aber das ist auch ein grosses Problem, die Menschen leben wöllig falsch
Metaphisic ist für ein Christianus nicht möglich, nicht verständnis klar.

Wie kann man im solchen Menschen, mit solchen Glauben erklären, dass es doch ein God gibt, aber dass Donner und Blitzen sind nur starke Strom aus dem All!?.
Liebe Grüsse. Jessy.!
Friedhelm
Hallo Jessy,
Du schreibst:

Wissed ihr, dass ich meine mit Socrates, Aristoteles, Konfuzius auf reine Ignoranz die anderen glaubten, was sie erzählt haben? und dass heute zu Tag..wir werden nie vorwärts gehen können?.
Zu erste alle mögliche Phantasie-World..wurde nie ernst genommen, weil sie doch als reine Phantasie da sind. (das ist immer noch so in ein 3viertel der Welt).
Wen das nicht der Fall wäre, warum gibt es seit dem "keine neuen Philosophen mehr?"
Warum die Menschen ansttat sich etwas zu beschaffen, werden sie nur alles abschaffen?
Warum sogar, auch mit eine hohe IQ kann mann nicht einfach behaupten, dass es tatsächlich etwas mehr da existiert als nur reine menschliche Wahsinng und reine dumme Phantasien wie es eben Philosophie heute zu Tag gennant wird)

Ich denke, es gibt seit Sokrates schon recht neue Gedanken und große Philosophen mit neuen Fragen.
Thomas von Aquin, Hume, Descartes, Kant, und in der Gegenwart ist meiner Ansicht der größte Philosoph Gerold Prauss "Die Welt und wir", solltest Du unbedingt lesen, wie er die Zeit und den möglichen freien Willen des Menschen beweist.

Leider aber hast Du recht, was die allgemeine Ignoranz der Menschen unserer Zeit betrifft, wenn es um grundsätzliche Fragen geht.

Ob sich der christliche Glaube mit der Philosophie vereinbaren läßt, fragst Du? Aber natürlich!
Auch als Christ soll man sich kritischen Fragen stellen und Antworten suchen.

ganz herzlich
Friedhelm
individuum
Hallo,
Zitat:
Original von Jessy
helloHello
Denn kann man nicht sagen, dass eine Moderne Philosophie sich ergeben hat, man macht genau wie früher, man handle genau wie früher, man benutzt alles genau wie damals es war, aussens dem Technische technologie...

die moderne (aktuelle) Philosophie gibt es, sie hat sich jedoch bisher nicht durchgesetzt. Die genetische Handlungsprogrammierung des Menschen ist naturgemäß geblieben, wie sie war, aber die Technik hat die Handlungsmöglichkeiten radikal geändert.
Das berücksicht z.B. Hans Hass (der Tiefseeforscher): Für ihn sind die Technikprodukte „zusätzliche Organe“ des Menschen, was Zimmerman (Zivilisation als Fortsetzung der Evolution) aufgegriffen hat. Die Menschheit hat sich selbst als eigenständige Lebensform neben Pflanzen und Tieren geschaffen, indem sie einen neuen Erbweg erfunden hat, nämlich die Vererbung von Ideen durch körperexterne Datenspeicherung in Büchern, auf Festplatten usw..
Leider sieht die akademische Philosophie die Technikentwickung eher negativ (Heidegger, Anders).
Gruß
individuum
nachdenklich
Zitat:
Original von Jessy
helloHello
Philosophie existiert seit die Menschen denken konnten und nicht erst seit gestern abend ... [...]

Denn man kann nicht sagen, dass eine Moderne Philosophie sich ergeben hat, man macht es genau wie früher, man handelt genau wie früher, man benutzt alles genau wie es damals war, außer der Technik ... aber unsere Philosophie ist gleich geblieben, wir sind immer wieder die Neuen die das lernen müssen, weil wir nicht ewig auf der Erde sind, aber wenn nicht der Fall wäre, dann müssten wir nichts anders lernen als das, was schon da ist. [...]

Dann weiss ich nicht: Weshalb wird das Moderne Philosophie genannt?


Natürlich hast Du recht. Die Bezeichnung ist nur zeitlich gemeint.
Stanley Alvarez
Zitat:
Original von nachdenklich
Natürlich hast Du recht. Die Bezeichnung ist nur zeitlich gemeint.

Würde ich nicht behaupten. Zwar ist die Zeitlichkeit eine der Facetten des Begriffs "Moderne", aber das reicht halt noch nicht aus.

Kann eine Philosophie, die jegliche Universalien ablehnt, überhaupt zeitunabhängig, überzeitlich sein? Denn genau das ist ja das Kennzeichen von Moderne und Postmoderne: Die (zumindest teilweise) Ablehnung von Universalien und von Objektivität, die Konzentration auf zeit- und raumabhängige Elemente wie Sprache und Kultur (linguistic turn und cultural turn).

Ich würde daher nicht nur behaupten, dass es eine spezifisch "moderne Philosophie" gibt, sondern auch, dass mit der Moderne die Philosophie endgültig aufgehört hat, zeitunabhängig zu sein.
Daedron
Stanleys Antwort sollte gut verstanden werden: Nehmen wir an, es gibt gewisse Bedingungen, unter denen der Mensch gewisse Eigenschaften recht regelmäßig zeigt - ändern sich die Bedingungen, ändert sich der Mensch, dann haben wir es schon mit einer modernen Erkenntniss zu tun. Weil sich diese Annahme durchsetzte, verlor die Anthropologie in den letzten Jahren an Kraft. Soziologie scheint sich derzeit durchzusetzen. Sie arbeitet mit Prämissen und Parametern - nicht mit ewigem am Menschen.

Zweitens sind Antworten wie die auf den Sinn inzwischen eigentlich hinreichend beantwortet worden.

Da aber jedes Zeitalter und jede Kultur ihre Plausibilitäten hat, verändert sich auch die Philosophie. Die Metapher "Orientierung" etwa hat Kant erst populär gemacht. Heute wird sie schon als Begriff angesehen und vermehrt als Ausgangspunkt des Denkens gedacht. Die Sprachen selbst sind stets im Wandel. So ändern sich die "logiken" (das was logisch klingt) und die Assotioationen mit Begriffen. Die Moralen sind ebenfalls stets im Wandel und Krieg miteinander.

Strukturalismus mag man vielleicht noch bei Heraklit finden, dann aber erst wieder ab Nietzsche. Selbiges für Semiotik, wo auch Hamann und Frege zu den Vorreitern gehören: Und mit der Zeit wurde das Verständniss hiervon immer mehr verfeinert, verengt und von Metaphysik befreit.

Dann verändern sich die Kardinalfragen.

Im Mittelalter gab es den Universalienstreit, bis hin zum 19. Jahrhundert ging es um die Frage von Sein und Werden, im 19. Jahrhundert um Denken & Erkennen und ab den 20. Jahrhundert bildeten sich doch etliche Neue Probleme und spezielle Philosophien heraus. Die Lebens-, Existenz,- und Wissenschaftsphilosophien, wie auch die fast wieder betagte Anthropologie.
Hinzu kommen noch die Umweltethik, das Bevölkerungsproblem, globale und regionale Konflikte und - was zwar in jedem Zeitalter diskutiert worden sein könnte, aber nicht so wie heute - die Genetik.
Und vielleicht die verwegstenste aller Aufgaben, die Arbeit an der Zukunft - aus welcher Perspektive heraus auch immer.

.. wenn man nun beginnt, sich mit der Philosophie auseinanderzusetzen, kann das historische Herangehen sehr sinnvoll sein. Zum einen, weil hier ein großer Teil der Prämissen diskutiert wird, auf die die moderne Philosophie aufbaut. Wenige moderne Philosophen werden ihre in jedem Werk nennen - desshalb sind sie schlecht zu verstehen. Einem fehlt das entsprechende Vorwissen. Zum anderen beziehen sie sich auch direkt auf frühere Philosophen. Kein Buch fängt wirklich von anfang an an, weil es hier keinen Anfang-an-sich gibt.
Von daher habe ich dieses Forum als Spielplatz für solche gesehen, die bereits entsprechend weit gekommen sind. Frühere Philosophen behandeln Fragen, die Teils als abgeschlossen oder Scheinfragen gelten, niemanden mehr betreffen oder inzwischen widerlegte Prämissen haben. Wer aber zu ihrem Niveau sich gearbeitet hat, wird sicherlich noch einiges dazu lernen können, da eben kein Philosoph wirklich von vorne beginnt.

mfg,
Stanley Alvarez
Zitat:
Original von Daedron
Weil sich diese Annahme durchsetzte, verlor die Anthropologie in den letzten Jahren an Kraft.

Ja und nein...
Was der Anthropologie den Todesstoß zu versetzen drohte, war die strikte Trennung zwischen Anthropologie und Geschichte, die glaube ich mit den ersten Feldforschern auftrat (ah, Wiki gibt mir recht: "Malinowski trennte klar zwischen Social Anthropology und History."). Der Trend der letzten Jahrzehnte ist dagegen wieder eine Annäherung beider Disziplinen aneinander. Das wenig einheitliche Ergebnis wird meist unter dem Namen "Historische Anthropologie" betrieben (wobei damit sowohl die Historisierung der Anthropologie, als auch die Anthropologisierung der Historie gemeint ist). Es ist nicht unmöglich, die menschliche Natur geschichtlich zu denken.
B1-66ER
Hi
ich finde deine frage nach der modernen Philosophie, bzw nach dem fortschritt der Philosophie sehr interessant.

Ich habe etwas dazu etwas wichtiges zu sagen was ich beim überfliegen der antworten nicht gesehen habe:

Soweit ich weiß spricht man von der "modernen Philosophie" als Sprachanalytische Philosophie, die viele Probleme als Scheinprobleme entlarvt hat.


Wittgenstein!
zwar schon seit 60 jahren tot, doch dieser mann hat der Philosophie definitiv einen "fortschritt" beschert und das in dem er ihr etwas genommen hat.
Für alle die sich so halb auskennen, ich rede hier nicht vom tractatus!
Es geht um die erkenntniss der sprache, wie wir in ihr gefangen sind.
Das komplette gedankengut von Wittgenstein kurz in einem Post wieder zu geben erscheint mir leider relativ unmöglich, ich selbst habe dazu viel zeit und einen anstoß aus den upanishaden gebraucht.
Wittgenstein gibt zum Beispiel folgende erklärung zu seiner Philosophie:
Sinngemäß: Benutze sie wie eine Leiter, wenn du oben bist wirf die leiter weg.

"Friede in den Gedanken. Das ist das ersehnte Ziel dessen, der philosophiert"
"Worüber man nicht reden kann, darüber muss man schweigen"
"Philsophie ist ein kampf gegen die Verhexung unseres Verstandes durch die Mittel unsere Sprache"
Ludwig Wittgenstein

Wenn du an Philosophie denkst und dabei an die fragen:
Was ist der Sinn des lebens?
Warum sind wir?
Gibt es kausalität?

Dann versuch erstmal die fragen udn die wörter die drin vorkommen zu verstehen. Die fragen sind ziemlich dämlich! Kein wudner das bei dämlichen fragen keine gescheiten antworten kommen!

Abbildung der wirklichkeit, was bedeutet sinn genau?
Das könnte man stark vertiefen aber ich hoffe du hast den sinn dieses unsinns erkannt.
gut auf die zweite würde ich gerne mit einem Zitat des berühmten philosophen Kool Savas antworten:
"Der Sinn des lebens ist es deinem Leben einen Sinn zu geben"

Kausalität`?
Youtube ma nach Doppelspalt experiment Zwinker
nachdenklich
Zitat:
Original von Stanley Alvarez
Zwar ist die Zeitlichkeit eine der Facetten des Begriffs "Moderne", aber das reicht halt noch nicht aus.


Im Mittelalter bedeutete "modern" soviel wie "neu". Ende des 17. Jh.s wurde darunter der Gegensatz zur Antike verstanden. Das Substantiv "Moderne" entstand im 19. Jh. Stendhal und Baudelaire überwanden die Abgrenzung des Begriffs zur Antike. Im 20. Jh. wurde alles mögliche darunter verstanden: Neuzeit, Aufklärung, technisches Zeitalter, spätkapitalistisches Bewußtsein (vgl. Metzler Philosophie Lexikon, hg. v. Prechtl/Burkard, 2. Aufl., Stuttgart/Weimar 1999, Artikel "Moderne").

Zitat:
Kann eine Philosophie, die jegliche Universalien ablehnt, überhaupt zeitunabhängig, überzeitlich sein? Denn genau das ist ja das Kennzeichen von Moderne und Postmoderne: Die (zumindest teilweise) Ablehnung von Universalien und von Objektivität, die Konzentration auf zeit- und raumabhängige Elemente wie Sprache und Kultur (linguistic turn und cultural turn).

Ich würde daher nicht nur behaupten, dass es eine spezifisch "moderne Philosophie" gibt, sondern auch, dass mit der Moderne die Philosophie endgültig aufgehört hat, zeitunabhängig zu sein.


Es gibt einzelne Philosophen im 20. Jh., die man schon heute als "Klassiker" bezeichnen kann und deren Bedeutung zeitunabhängig ist, z.B. Russell, Wittgenstein, Husserl, Heidegger, Jaspers, C. G. Jung, Sartre.
metin
Zitat:
Original von Jessy
helloHello..
Leider sieht die akademische Philosophie die Technikentwickung eher negativ (Heidegger, Anders).

Hallo individuum,
Woher weiß du, dass die akademische Philosophie die Technische Entwicklung negativ beurteilten? Ist es richtig, dass man technische Entwicklung negative beurteilten?
Ich denke, es nicht richtig die technische Entwicklung pauschal negative beurteilte.
Es ist richtig, das die technische Entwicklung den Menschen vom seinen Wesen entfremdet. Aber durch Fortschritt hat viele Erleichterung gebracht, die vorher nicht gegebene hat.
Die Technik hat einige Schwierigkeiten gebracht, aber die Vorteile durch technische Entwicklung sind überwiegende. Deswegen ist nicht gut, die TECHNIK pauschal negativ zu beurteilen.
Davom abgesehen, pauschal Urteilen können nie richtig.

Lieber Grüssen
Metin Öztaskin
metin
Zitat:
Original von Stanley Alvarez

Kann eine Philosophie, die jegliche Universalien ablehnt, überhaupt zeitunabhängig, überzeitlich sein? Denn genau das ist ja das Kennzeichen von Moderne und Postmoderne: Die (zumindest teilweise) Ablehnung von Universalien und von Objektivität, die Konzentration auf zeit- und raumabhängige Elemente wie Sprache und Kultur (linguistic turn und cultural turn).

Hallo Freunde,
wer kann mir helfen?
Was mit überzeitlich gemeint ist? Unter Moderne kann mir etwas vorstellen ist, aber ich mir nicht vorstellen, was mit Postmoderne ist? ist das eine Phase nach der Moderne?

Lieber Grüssen
Metin Öztaskin
Holofernes
Hallo Metin !

Von der "Moderne" sind die bekannten Begriffe "modern" und "Modernisierung" geblieben. 'Die Moderne' als kulturgeschichtliche Epoche fällt wohl mit dem Hochpunkt der 'industriellen Revolution' zusammen (so um das Jahr 1900). Ich vermute, die amerikanische Sicht über die Dauer der 'Moderne' als Epoche ist verschieden von der europäischen. In Europa endet die Moderne wohl spätestens mit dem 2. Weltkrieg, als Europa total zerstört ist.

Danach begann die Epoche der (zwei) Supermächte. Ich denke, alles was vor dem Hintergrund der Supermacht-Politik und Block-Strukturen entstand, war irgendwo "postmodern". Mit Ende des Kommunismus 1989 beginnt die Möglichkeit des "Post-Postmodernen". Oder auch das "Ende der Geschichte", eine These des Politikwissenschaftlers Francis Fukujama (The End of History and the Last Man, 1992).

Grüße
Holofernes
metin
Zitat:
Original von Holofernes
Hallo Metin !

Von der "Moderne" sind die bekannten Begriffe "modern" und "Modernisierung" geblieben. 'Die Moderne' als kulturgeschichtliche Epoche fällt wohl mit dem Hochpunkt der 'industriellen Revolution' zusammen (so um das Jahr 1900). Ich vermute, die amerikanische Sicht über die Dauer der 'Moderne' als Epoche ist verschieden von der europäischen. In Europa endet die Moderne wohl spätestens mit dem 2. Weltkrieg, als Europa total zerstört ist.

HALLO Holoferness
Ist die moderne eine Geschichtsphase? Ich dachte, Moderne ist, was ist die meisten Menschen als gut und praktisch betrachten. So zum Beispiel waren in 70 er und 80 er Jahren die schwarzen Schallplatte und Cassetten, ab den 90 er sind CD höchst Moderne.

Zitat:
Danach begann die Epoche der (zwei) Supermächte. Ich denke, alles was vor dem Hintergrund der Supermacht-Politik und Block-Strukturen entstand, war irgendwo "postmodern". Mit Ende des Kommunismus 1989 beginnt die Möglichkeit des "Post-Postmodernen". Oder auch das "Ende der Geschichte", eine These des Politikwissenschaftlers Francis Fukujama (The End of History and the Last Man, 1992).

Dann ist meine Interpretation zur Post- Moderne nicht ganz falsch.
Nun bleibt die Frage der Moderne Philosophie zu klären, Mit welche Fragen beschäftigt sich Moderne Philosophie?


Lieber Grüssen
Metin Öztaskin
T1982
Hi Metin.

Zitat:
Original von metin
Nun bleibt die Frage der Moderne Philosophie zu klären, Mit welche Fragen beschäftigt sich Moderne Philosophie?


Man schaue gleich auf den ersten Verweis:
http://lmgtfy.com/?q=philosophie+der+moderne

Beste Grüße
Stanley Alvarez
Zitat:
Original von Holofernes
Von der "Moderne" sind die bekannten Begriffe "modern" und "Modernisierung" geblieben. 'Die Moderne' als kulturgeschichtliche Epoche fällt wohl mit dem Hochpunkt der 'industriellen Revolution' zusammen (so um das Jahr 1900). Ich vermute, die amerikanische Sicht über die Dauer der 'Moderne' als Epoche ist verschieden von der europäischen. In Europa endet die Moderne wohl spätestens mit dem 2. Weltkrieg, als Europa total zerstört ist.

Es ist zwar etwas albern, sich über die Verwendung der Begriffe "Moderne" und "Postmoderne" zu streiten, da das eh vom Kontext abhängig ist, aber mir ist grad danach...

"Moderne" bezeichnet, denke ich, eher einen abstrakten Sammelbegriff für eine Reihe von Tendenzen: Es sind die Prozesse der Aufklärung; der entstehung der modernen Wissenschaften; der Philosophie, wie wir sie verstehen; des radikalen Dualismus; der Naturalisierung; der Zweigeschlechtlichkeit in ihrer fixen Form; des Normalismus; der modernen Staatsräson, des Nationalstaatentum etc.
Es scheint mir auch keinen Sinn zu machen, die Moderne mit dem Zweiten Weltkrieg enden zu lassen. Das Dritte Reich (oder andernorts evtl. der Stalinismus) kennzeichnen sicher einen wichtigen Einschnitt für den Schritt von der Moderne zur Postmoderne, aber nicht bei der Kriegsgeneration, sondern bei deren Kindern und Enkeln. Die zugrunde liegende Einsicht des postmodernen Denkens ist die, dass Geschehnisse wie der Faschismus, der Nationalsozialismus und der Holocaust, der Stalinismus etc. nicht "anti-modern" sind oder völlig aus der Moderne (d.h. konkreter aus den oben genannten Tendenzen) herausfallen, sondern vielmehr notwendiger Teil dessen sind, dessen perverser Höhepunkt (man denke an die "Dialektik der Aufklärung"). Die "Postmoderne" meint die Analyse und Kritik des modernen Denkens (das auch 2012 im großen und ganzen nach wie vor UNSER Denken ist) als jenes Denkens, das zu solchen Perversionen fähig ist; "Postmoderne" meint die Kritik an der "Moderne" als Ideologie und die Emanzipation davon.

Das postmoderne Denken ist ein Kind der ersten Nachkriegsgeneration, hat sich aber erst mit der zweiten bis dritten Generation m.E. soweit etabliert, dass man von einer "Postmoderne" als Epoche sprechen könnte. Meiner Erfahrung nach beginnt auch die Etablierung postmodernen Denkens in den (Geistes)Wissenschaften erst in den 80er, massenhaft dann in den 90er Jahren (man denke an den berühmten "linguistic turn"). Der Beginn der Postmoderne wird häufig mit dem Ende des "kurzen zwanzigsten Jahrhunderts" angesetzt, sprich 1989/90.

Edit: Mir scheint der Begriff der "Postmoderne" auch nicht vereinbar mit dem Begriff des Endes der Geschichte bzw. der "Posthistoire".
Holofernes
Zitat:
Original von metin
HALLO Holoferness
Ist die moderne eine Geschichtsphase? Ich dachte, Moderne ist, was ist die meisten Menschen als gut und praktisch betrachten. So zum Beispiel waren in 70 er und 80 er Jahren die schwarzen Schallplatte und Cassetten, ab den 90 er sind CD höchst Moderne.


Naja BEIDES .. es sind zwei Begriffe, der eine umgangssprachlich, der andere eher akademisch. Die CDs waren in den 90ern "modern" (ohne 'e'), würde ich sagen.


@Stanley
Zitat:
Es scheint mir auch keinen Sinn zu machen, die Moderne mit dem Zweiten Weltkrieg enden zu lassen. Das Dritte Reich (oder andernorts evtl. der Stalinismus) kennzeichnen sicher einen wichtigen Einschnitt für den Schritt von der Moderne zur Postmoderne, aber nicht bei der Kriegsgeneration, sondern bei deren Kindern und Enkeln.


OK keine Einwände. Um es á la Zizek zu sagen, die Möglichkeit der Postmoderne begann. Daß ein Lebensgefühl oder eine Geisteshaltung plötzlich endet und einfach verschwindet wäre auch ungewöhnlich, eher verflechten sie sich , wie du schreibst, mit dem der nachfolgenden Generation.

Einige bekannte Sachen - die in den 60/70ern populäre "Künstliche Intelligenz", oder 'Science Fiction' - würde ich im Kern auch immer noch als 'modern' verstehen. (z.B. "Raumpatrouille Orion', wo in weiten Teilen noch Nazi-Ton herrscht, und Vernichtungsschlachten drohen, usw. ) Die Begeisterung für die Technik wird dann mit Kubricks "2001" in frage gestellt, und eine irgendwie transzendentale Lösung vorgeschlagen. Bei Science-Fiction würde ich sagen, die tatsächlich postmodernen Filme sind da die "Science-Fiction-Noir"-Streifen, also "Alien" oder "Blade Runner", die die postmoderne Utopie brandmarken, und die heute als endlose Serie apokalyptischer Computerspiele zurück kehren.

Gruß Holofernes
T1982
Hallo Holofernes.

Zitat:
Original von Holofernes
Einige bekannte Sachen - die in den 60/70ern populäre "Künstliche Intelligenz", oder 'Science Fiction' - würde ich im Kern auch immer noch als 'modern' verstehen. (z.B. "Raumpatrouille Orion', wo in weiten Teilen noch Nazi-Ton herrscht, und Vernichtungsschlachten drohen, usw. ) Die Begeisterung für die Technik wird dann mit Kubricks "2001" in frage gestellt, und eine irgendwie transzendentale Lösung vorgeschlagen. Bei Science-Fiction würde ich sagen, die tatsächlich postmodernen Filme sind da die "Science-Fiction-Noir"-Streifen, also "Alien" oder "Blade Runner", die die postmoderne Utopie brandmarken, und die heute als endlose Serie apokalyptischer Computerspiele zurück kehren.


Der Vollständigkeit wegen: es ist nun nicht so, dass es davor keine technikkritischen Ansätze (in Wissenschaft wie auch Kultur/Literatur) gegeben hätte – genauso wenig, wie es in den letzten Jahrzehnten nur technikkritische Ansätze gibt.

Als Beispiele – mal nur in Bezug auf das 20. Jahrhundert:
Technikkritisch bzw. in Richtung Technikdystopie:
- 1924 Russells ‚Icarus: the Future of Science‘: die technisch-wissenschaftliche Entwicklung kann auch dazu führen, dass die Menschen sich mehr und mehr (gegenseitig) schaden
- 1932 Huxleys ‚Brave New World‘: biotechnologisch geprägte Dystopie mit psychologischer und pharmakologischer Konditionierung/Steuerung (vgl. auch Orwells ‚1948‘)

Technikutopistische Ansätze in Bacons Tradition:
- 1923 Haldanes ‚Daedalus; or, Science and the Future‘ (die Wissenschaft und v.a. die Genetik wird das Wohl der Menschheit maßgeblich fördern – Menschen werden grundsätzlich außerhalb des Mutterleibs heranwachsenden Menschen und werden größer, gesünder und intelligenter)
- 1929 Bernals ‚The World, the Flesh and the Devil‘: Bevölkerung des Weltalls, biotechnische Implantate, Verbesserung mentaler Fähigkeiten

Während in z.B. existenz- bzw. lebensphilosophischen Richtungen oft der negative Charakter der Technik betont wird, sieht das z.B. in den transhumanistischen Strömungen genau gegenteilig aus.

Grüße