Der 3. Weltkrieg

Spraygun
Zitat:
Wo wir schon am Spekulieren sind, kann ich mir ja auch mal eine Hypothese erlauben. Ich würde behaupten, die Amis hätten keine A-Bombe auf Deutschland geworfen, weil sie genau gewusst hätten, dass dann nach dem Krieg ganz Europa stalinistisch geworden wäre... jedenfalls zumindest früher oder später.

Zitat:
ich habe mich jetzt über Roosevelt und Truman belesen.


Das ist unwahrscheinlich, da im besonderen Rossevelt aber auch Truman ihren Traum einer ganzheitlichen friedlichen Welt ein bischen zu romantisch betrachteten und die Gefahren des Stalinismus zum großen Teil verkannten.
Der einzige der frühzeitig sorgen machte war Churchill. Die neue Geschchtsschreibung sieht es aber interessanterweise anders und Churchill wird auf einmal zum rassisten gemacht. Trotzdem war er es der die gefahren erkannte und sein Genie führte letztendlich zur Beendigung des Krieges in Europa und von einem vereinten Europa träumte, was letztendlich ja auch entstanden ist.

Zum eigentlichen Thema jedoch finde ich, dass die ganze Terrorgeschichte nur ein beliebtes scheuchmittel sind um gesetze zu beugen. Wenn wir nicht aufpassen gibt es bald eine Situation wie in Amerika wo jeder verdächtig ist und Panik um sich greift allein beim Wort Terror.

Ich war in London nur ein paar Meter entfernt als die Bomben vor 2 Jahren im Underground explodierten. Es war schrecklich und widerlich aber was alle heute allzu gerne Vergessen wird,ist dass es Terror schon ewig gibt vorallem in London, daher war die "normalität" schon nach 2 tagen wieder hergestellt. Die Londoner haben stur weiter gemacht wie immer. We'll not surrender!

Was die richtige Antwort auf dieses Schlachten ist das weiß ich nicht aber der WWIII wird kommen, das ist keine Frage und ich schließe mich vollkommen herrn Einstein an:
"Ich weiß nicht womit der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, der vierte aber mit Stöcken und Steinen." Albert Einstein

Die größten Gefahren dafür sehe ich im Nahen Osten und damit auch bei Amerika. Und wenn die Welt nicht ganz gut aufpasst auch Russland, dort wurde aktuell die BBC verboten, weil sie "feindliche Propaganda ausstrahlt"
Exebeche
Das passt vielleicht nicht wirlich zum Thema dritter Weltkrieg, aber:
Was wird eigentlich geschehen, wenn sich in einigen Jahren in Afrika herumspricht wer an dem Elend schuld ist?
Bisher ist es ja so, dass 95% der Einwohner Afrikas den Ausdruck "Klimawandel" noch nicht mal gehört haben.
Das Bildungsniveau dort steigt zwar nur marginal, aber bestimmte Meldungen setzen sich durch. Es liegt auf der Hand, dass in einigen Jahren die Bevölkerung dort sagen wird: "Ihr seid schuld".
Dabei ist es egal auf wen von uns sie zeigen wird. Und genau so egal ist es ob sie recht haben. Die Jahrhundertelange Kolonialpolitik und die vom Klimawandel verursachten Katastrophen geben den Menschen ausreichend Beweismaterial an die Hand zu sagen "Ihr seid schuld", und dabei auf jeden beliebigen Industriestaat zu zeigen.
Dem einzelnen Bewohner der afrikanischen Katastrophengebiete wird es auch egal sein, wie die einzelnen Länder im einzelnen ihren Beitrag zu der Katastrophe geleistet haben. Für ihn stehen die Industrieländer im Ganzen vor Gericht. Vor einem nicht existierenden Gericht natürlich.
Der Unterschied wird aber in der Zukunft sein: Wir haben uns so an das Bild eines verhungernden flehend blickenden Negerbabys (sorry für den politisch unkorrekten Ausdruck) gewöhnt, dass wir überhaupt nicht vorbereitet sind auf den Bewohner des schwarzen Kontinents, der gerade mal genug geschichtliche Bildung hat um zu wissen, dass wir für die ganze Schweinerei verantwortlich sind.
Das reicht ja auch eigentlich, denn egal wie man es auseinanderdividiert, wir sind alle dafür mitverantwortlich.
Darüber wird man letztlich sehr böse sein. Und es wird nichts nützen darauf hinzuweisen, dass wir ein Life-Aid-Konzert veranstaltet haben.
Auch das "Nie wieder Ruanda"-Konzert wird nicht in den Köpfen der Menschen hängengeblieben sein.
Was wird also geschehen? Afrika hat nicht das Potential einen dritten Weltkrieg vom Zaun zu brechen.
Aber es hat ein ungeheures Potential an Zorn.
Wir fühlen uns heute ausgesprochen sicher durch die räumliche Distanz.
Dabei wissen wir schon lange, dass die Welt immer enger zusammenrückt. Wir interessieren uns nicht wirklich dafür wie die Faktoren aussehen, die eine Revolution auslösen.
Wir fühlen uns etwa so sicher wie die französische Burgeoisie vor der Revolution.
"Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen"
Blackpire
Ich finde, dass hier viele das Thema falsch angehen. Ihr geht von einem Weltkrieg aus, der die historischen Eigenschaften der Weltkriege erfüllt. Also à la 1. Weltkrieg und 2. Weltkrieg. Was diese Kriege ausmacht muss man ja nicht nochmal durchkauen. Allerdings wird ein, schon aufgrund des technologischen Fortschritts, 3. Weltkrieg nicht so aussehen wie der 2. zum Beispiel. Heute ist ein Krieg schneller entschieden als eine Fussballweltmeisterschaft. Man erinnere sich an den 2. Irak-Krieg. Als erstes Bomben auf Bagdad um die Staatsführung auszuschalten, dann der Bodenangriff von Kuwait u.a. und die amerikanischen Panzer rücken so schnell auf Bagdad vor, dass die Tanklastzüge nicht mehr nachkommen. So ist ein Krieg heute.

Es ist zwar richtig, dass die Staaten heute bi- und trilaterale Beziehungen haben, also Bündnispartner, aber ist bisher kein Fall eingetreten, bei dem ein Krieg sich sehr viel weiter ausgeweitet hat. Wenn man nur betrachtet, wo die USA seit dem 2. Weltkrieg überall Krieg geführt haben, und überall war die so hoch gelobte UN machtlos und hat nichts zur Verhinderung des Krieges unternommen. Auch beim 2. Irak-Krieg war das so, als die USA (bzw in Person Colin Powell) der UN die angeblichen Beweise für irakische Massenvernichtungswaffen vorgelegt hat. Die UN war entweder leichtgläubig oder hat sich bereitwillig hinters Licht führen lassen - bloß keine Opposition gegen die USA. Man stelle sich das vor, die UN (bestehend aus 192 Ländern, also die ganze Welt), war nicht imstande einen Angriffskrieg seitens der USA zu verhindern. Und sie verhindert auch sonst nichts. Die UN ist nichts weiter als eine leere Hülle. Und so würde sie auch keinen sog. 3. Weltkrieg verhindern können.

Was mein Problem bei den bisherigen Ausführungen hier ist, ist, dass ihr 1. überseht, dass wir seit mindestens den 40er unzählige WELTKRIEGE haben, und das ist nicht weniger schlimm als ein traditioneller Weltkrieg.
Und 2. stört mich eben, dass ihr davon ausgeht, dass die Politik heute diesselbe ist wie vor 70 Jahren. Das ist NICHT der Fall, dies zu glauben ist schon nichtmehr naiv, wenn man bedenkt, dass unsere Gesellschaft mit der von vor 70 Jahren eh nicht mehr viel gemeinsam hat, bis auf die Unfähigkeit Kriege zu verhindern.

Der 3. Weltkrieg ist bereits im Gange, und er ist ein Krieg gegen die Zivilbeölkerung. Heute muss man nicht mehr zwangsweise Krieg führen um seine Ziele zu erreichen. Übrigens, ein kleines Zitat: "Kriege führt man nicht um eine Nation zu besiegen, Kriege führt man um einen Zustand zu erreichen." Der Krieg gegen die Zivilbevölkerung ist ein Krieg an allen Fronten, wenn man aufmerksam ist. Zum einen geschieht das durch Sanktionen, die über andere Länder verhängt werden. Zum anderen natürlich auch über den traditionellen militärischen Weg. Den Irak hat man destabilisiert, aber der Grund für den Aufstand im Irak ist nicht etwa nur der propagierte Islamismus, sondern vielmehr ist es dort ein Volksaufstand. Verursacht durch fatale Entscheidungen der US-Vertreter, die das gesellschaftliche Leben dort unheimlich erschweren.
Aber natürlich wird dieser Krieg gegen die Zivilbevölkerung auch mittels der Wirtschaft geführt, man nenne hier nur das Stichwort Kapitalismus, der auf der Welt die größte Massenarmut in der Geschichte geschaffen hat. Weiterhin sind da die Medien, die das Volk verdummen, der Konsum, das Entertainment und so weiter und so fort.

Das schlimme an der ganzen Sache ist, dass wir, die Menschen, diesen Krieg erst möglich machen, durch unsere Dummheit, unsere Faulheit und unsere Unmündigkeit (E. Kant). Die Teilnahmslosigkeit der Menschen ist das Problem. Wer hat bei der Finanzkrise 2008 mal in Erwägung gezogen, selbst über mögliche Lösungen nachzudenken, oder zumindest mal die Lösungen der Regierungen (nämlich die Banken zu retten, indem sich der Staat Geld von diesen leiht, um es ihnen dann wieder zu schenken?) kritisch hinterfragt? - Niemand.

Kriege sind unnötig, das Volk weiß das, aber für Politik ist Krieg ein Mittel, um einen Zustand zu erreichen. Die Politik ist mittlerweile nicht mehr nur z.B Deutschland, sondern es sind so Organisationen wie die Bilderberg-Gruppe, die bestehend aus hochrangigen Vertretern aus Deuschland, USA, Großbritannien, Bankiersfamilien, Wirtschaftsgrößen und so weiter die globale Politik bestimmen. Falls ihr noch nie was von denen gehört habt, dann dürft ihr dreimal raten wieso. Deren Ziel unter anderem DEN Polizeistaat aufzubauen, und zwar weltweit. Kriegsschauplätze wie im Irak, die Diskussion um Iran und weiteres, das sind lediglich Schachfiguren auf dem Spielbrett, dass den Zielnamen "New World Order" trägt - eine neue Weltordnung, die geschaffen werden muss.

Wenn sich am Bewusstsein der Menschheit (inklusive meines eigenen) nichts ändert, sprich, sofern wir nicht aktiv werden, uns informieren und bilden und Hintergründe erkennen, dann sehe ich schwarz für unsere vermeindliche frei-demokratische Zukunft.
ewig
nunja
Seitenlicht
Die zwei großen Weltkriege waren eigentlich "nur" "Vorbereitungskriege". Die
vorherigen Scharmützel dienten auch als Übung. Für etwas ganz besonderes ...

Technisch gesehen kann man das derzeitige Vernichtungspotential
vorhandener Waffen zwar nicht als vollendet sehen, aber als ausreichend. Der
Geist müsste dagegen noch um einiges reifen um diese besondere Aufgabe zu
erkennen ...
Kleine Eule
Das sagen Viele. Ich bin mal gespannt, was aus den Revolutionen in Afrika wird. Da ist alles im Aufbruch und Umbruch und niemand weiß ganz genau, wie sich das entwickeln wird
SGKlaus
Zitat:
Original von Blackpire
Ich finde, dass hier viele das Thema falsch angehen. Ihr geht von einem Weltkrieg aus, der die historischen Eigenschaften der Weltkriege erfüllt. Also à la 1. Weltkrieg und 2. Weltkrieg. Was diese Kriege ausmacht muss man ja nicht nochmal durchkauen. Allerdings wird ein, schon aufgrund des technologischen Fortschritts, 3. Weltkrieg nicht so aussehen wie der 2. zum Beispiel. Heute ist ein Krieg schneller entschieden als eine Fussballweltmeisterschaft. Man erinnere sich an den 2. Irak-Krieg. Als erstes Bomben auf Bagdad um die Staatsführung auszuschalten, dann der Bodenangriff von Kuwait u.a. und die amerikanischen Panzer rücken so schnell auf Bagdad vor, dass die Tanklastzüge nicht mehr nachkommen. So ist ein Krieg heute.


Wie langer hat Deutschland gebraucht für Polen, Niederlande, Belgien und Frankreich? bedenke das technisch waren Franzosen und Briten mit Deutschen auf gleichem Niveau, teilweise wie bei Panzern sogar weit überlegen und du vergleichst es mit Irak Krieg? Ausrüstung aus alten Sowjets Beständen gegen modernste und teuerste Waffenarsenal aus einundzwanzigsten Jahrhundert. Überlege was gibt USA Jährlich fürs Militär aus, es ist mehr als zehn weitere meist ausgebender Länder wie Großbritannien, Frankreich, Russland, China und weitere zusammen!!! Und wie langer schon herrscht Krieg im Irak?
Wie wird heutige USA mit deren verbündeten, also auch mit uns, ins Geschichtsbücher rein gehen, als Kriegstreiber? als eine Nation die schon seit über sechzig Jahren hauptsächlich nur ins Militär investiert, die das Größte Militär Maschinerie aufgebaut hat? Es ist wie bei Tschechow, wen es in einem Theaterstück ein Gewehr auf dem Wand hängt, wir es am ende benutzt. So eine Militär Armada kann nicht tatenlos existieren, es braucht Nahrung, es braucht Krieg, gründe und Gegner sind eigentlich unwichtig, Russen, Chinesen, Faschisten, Terroristen, Juden, Islammisten, Kommunisten, es ist ein Hexenjagd. Wer eine Waffe hat wird es irgendwann benutzen.
Deldrimor
Ob Weltkrieg, Krieg, Anti-Terror-Einsatz oder Attentat, die Umstände sind vielleicht immer einzigartig aber die Beweggründe bleiben meist die selben. Solange Hunger, Hass, Verzweiflung, Unwissenheit, Neid und Gier im Menschen verwurzelt sind, solange wird es bewaffnete Konflikte geben.

Den Kampf als Symptom kann man langfristig nie völlig ausschliessen. Man kann lediglich versuchen die Ausbreitung von Konflikten zu verhindern. Der Unterschied zwischen Ländern die in das Chaos abdriften und denen die Notfalls auch einen innerstaatlichen Konflikt mit Bomben und Waffen (bspw. RAF) in seiner Ausdehnung beschränken können, liegt nicht in der Anzahl der Waffen die einer Regierung zur Verfügung stehen, sondern vielmehr im vorhandensein eines Rechtssystems an das die Bürger glauben!

Der Glaube an eine Verfolgung und Sanktion des Verbrechens ist bei weitem die wirksamste Abschreckung. Sie allein verhindert natürlich nicht alle Verbrechen, aber man erkennt bspw.an den deutschen Kriminalstatistiken (vgl.S.16), das moderne Technik und eine damit verbundene steigende Aufklärungsrate die Gesamtzahl der Verbrechen stetig sinken lässt. Eine stetige Berieselung der Bürger mit Krimiserien die ausnahmslos gelöste Fälle präsentieren hilft bei der Vermittlung dieses Eindrucks natürlich auch. Dieser Glaube an gültige Regeln ist nicht zu unterschätzen.

Zurück zum eigentlichen Thema. Viele der zu beobachtenden Konflikte beruhen auf einer erschreckenden Abwesenheit von allgemeingültigem Recht bzw.sind gekennzeichnet durch den Makel der Selbstjustiz. Sobald Greueltaten konsequenzlos vollzogen werden können, fallen schnell jegliche Grenzen und Barrieren die an sich normale Menschen von sogenannten Kriegsverbrechern unterscheiden. Der Verstoss gegen Regeln verursacht so gut wie immer eine Kettenreaktion, nach dem Motto: "Wenn der sich nicht an die Regeln hält, dann machen wir das auch nicht!" So kommt es unausweichlich zur Eskalation von Gewalt und es gilt nur noch das Recht des Stärkeren. So bauen sich neue Konfliktherde in der Welt auf und lokale Gruppen wehren sich notfalls mit Waffengewalt gegen Fremdbestimmung, weil ihre persönlichen Erfahrungen und Umstände sie zu Sklaven einer ausschließlich von Waffen bestimmten Rechtsform machen.

Einzelne Schurkenstaaten bilden einen weiteren Gefahrenpol. An der neuesten Entwicklung in Nordafrika ist aber zu erkennen, das der wirkliche Grund für die Revolten letztlich ebenfalls auf die "Rechtsform" bzw. den Mangel daran zurückzuführen ist. Der Glaube der Bürger an das gültige Recht und der Glaube an die Sanktionen hatte sich verändert und es kam zum Umbruch. Ob dieser wie in Ägypten weitgehend friedlich vollzogen wird oder wie in Libyen mit der Waffe, liegt am Grad des Glaubens der Bürger an ihre Institutionen und deren Umgang mit dem "gültigen Recht" bzw. "gültig gemachten Recht".

Wenn wir es nicht hinbekommen ein Rechtssystem für die Menschen dieser Welt zu entwerfen, das nicht ausschließlich auf Waffen beruht sondern zum Großteil auf dem Glauben an das System, werden wir weiterhin Kriege haben. Die Frage ist nur ob diese Erkenntnis aus sich selbst heraus wächst, oder mit der Waffe eingeführt wird.

Erst wenn ein Großteil der Menschheit an einen Weltkrieg glaubt und diesen als gerechtfertigt ansieht, werden wir ihn auch wirklich haben. In allen seinen bitteren Konsequenzen.
DerLachendeMann
Zitat:
Original von SGKlaus
Wie langer hat Deutschland gebraucht für Polen, Niederlande, Belgien und Frankreich? bedenke das technisch waren Franzosen und Briten mit Deutschen auf gleichem Niveau, teilweise wie bei Panzern sogar weit überlegen und du vergleichst es mit Irak Krieg? Ausrüstung aus alten Sowjets Beständen gegen modernste und teuerste Waffenarsenal aus einundzwanzigsten Jahrhundert. Überlege was gibt USA Jährlich fürs Militär aus, es ist mehr als zehn weitere meist ausgebender Länder wie Großbritannien, Frankreich, Russland, China und weitere zusammen!!! Und wie langer schon herrscht Krieg im Irak?
Wie wird heutige USA mit deren verbündeten, also auch mit uns, ins Geschichtsbücher rein gehen, als Kriegstreiber? als eine Nation die schon seit über sechzig Jahren hauptsächlich nur ins Militär investiert, die das Größte Militär Maschinerie aufgebaut hat? Es ist wie bei Tschechow, wen es in einem Theaterstück ein Gewehr auf dem Wand hängt, wir es am ende benutzt. So eine Militär Armada kann nicht tatenlos existieren, es braucht Nahrung, es braucht Krieg, gründe und Gegner sind eigentlich unwichtig, Russen, Chinesen, Faschisten, Terroristen, Juden, Islammisten, Kommunisten, es ist ein Hexenjagd. Wer eine Waffe hat wird es irgendwann benutzen.


da siehst du ein paar dinge entschieden falsch.

nazi deutschland war den damals noch nicht alliierten kriegstechnisch sehr sehr weit vorraus. der großteil der panzer, die zur verteidigung frankreichs gedacht waren, während des frankreich feldzuges, stammten noch aus dem 1. weltkrieg, während die deutschen das neueste vom neuen benutzten. selbiges galt auch für die ausbildung. frankreich hat es nach dem ersten weltkrieg verseumt, seine truppen richtig auszubilden, viele der soldaten wurden praktisch gar nicht ausgebildet, da man sich sicher war der versailler vertrag würde deutschalnd fesseln und knebeln. daher auch der schnelle erfolg, in weniger als 2 wochen ein riesiges land eingenommen, das die amerikaner in knapp 2 jahren zurück eroberten.

zu den russen. man sagt der größte feind der russischen armee sei der rost, das ist wahr. aber die T75- T90 panzergeneration ist aif dem heutigen schlachtfeld nach wie vor up to date. man sagt auf einen russischen T90 hauptkampfpanzer kommen 3 amerikanische M1 Abrams Hauptkampfpanzer, das lässt sich bereits in der reichweite erkennen. die russen beschießen die amerikaner bereits zielgenau, bevor die amerikaner diese überhaupt sehen können. zudem ist die russische armee eine der am besten ausgebildeten armeen der welt. man sagt die russischen spezialkräfte SPETSNAZ und OMON sind die härtesten und zähesten soldaten, gleich auf mit der fremdenlegion.

zumal der irakkrieg mal wieder zeigt wie unnütz das ach so teure kriegsmaterial der amies ist, da sie von ein paar mit uralten kalaschnikovs bewaffneten bauern einen arschtritt nach dem anderen bekommen. ausserdem trainieren die amerikaner seit dem ersten golfkrieg nur noch wüstenkampf. ein angriff im eigenen land, damit wären ihre soldaten maßlos überfordert.

also nur um das mal klarzustellen.

mein beitrag zum thema:

"To secure peace is to prepare for war!" -Metallica, Dont Tread on Me
Perspekt
Hallo „DerLachendeMann“

Zitat:
Original von DerLachendeMann

da siehst du ein paar dinge entschieden falsch.

nazi deutschland war den damals noch nicht alliierten kriegstechnisch sehr sehr weit vorraus.



Ich mache daraus einmal eine These

„Weltkriege entstehen aus prosperierenden Nationalstaaten“.

Wenn denn Deutschland kriegstechnisch weit vorraus war, dann nicht zuletzt deshalb weil die Wirtschaft prosperierte. Weder zu Weltkriegsbeginn 1914 noch 1939 befanden sich die beteiligten Nationalstaaten in einer ökonomischen Krise - richtig?.
Die Weltkriege waren demnach vielmehr - sagen wir einmal so - Kriege aus „Übermut“ als denn aus Verzweiflung. Die Gesichter der Soldaten die zu Kriegsbeginn in den Krieg zogen - Verzweifelung strahlten die jedenfalls nicht aus.

Wenn diese These korrekt ist, dann droht uns kurz und mittelfristig sicherlich kein dritter Weltkrieg. Zumindest nicht von Europa und den USA - die sind Pleite! China indes – hat da richtig Potential.

Gruß Perspekt.

Zitat:
Original von Kleine Eule

Ich bin mal gespannt, was aus den Revolutionen in Afrika wird.


Übrigens – kleine Eule –

wenn du wissen willst, wie das in Afrika ausgeht , dann empfehle ich dir meinen Beitrag zum Thema „ Dialektischer Neomaterialismus!“ unter moderne Philosophie.
Tarvoc
Zitat:
Original von Perspekt
Wenn denn Deutschland kriegstechnisch weit vorraus war, dann nicht zuletzt deshalb weil die Wirtschaft prosperierte.

Die gesamte Wirtschaftspolitik der Nazis war von Anfang an auf die Vorbereitung auf einen kommenden Krieg ausgerichtet. Unter den Nazis verschuldete sich Deutschland bereits ab 1933 immens und man spekulierte darauf, die Kosten durch Ausbeutung eroberter Gebiete wieder hereinzubekommen. Ohne den Krieg wäre schlichtweg innerhalb kürzester Zeit die Blase geplatzt. Von Prosperieren im üblichen Sinne kann überhaupt keine Rede sein.
Perspekt
Hallo Tarvoc

Zitat:
Original von Tarvoc

Die gesamte Wirtschaftspolitik der Nazis war von Anfang an auf die Vorbereitung auf einen kommenden Krieg ausgerichtet.


Richtig – das war eine auf den Krieg hin ausgerichtete Wirtschaft. Gleich wohl wirst du mir sicherlich darin zustimmen, dass die Soldaten und die Zivilbevölkerung so ihre wirtschaftliche Situation vor Kriegsbeginn nicht empfunden haben. Man freute sich auf den KDF- Wagen, dem späteren Käfer. Die Autobahn auf den dieser Wagen fahren sollte wurden für jeden sichtbar gebaut. Man machte auf KDF-Schiffen Kreuzfahrten. Die Arbeitslosigkeit war der Vollbeschäftigung gewichen. u.s.w.

Findest du es nicht auch seltsam, das der Weltkrieg nicht in der bzw. nach der Weltwirtschaftskrise begonnen hat. Wenn denn die „Verzweifelung“ Menschen zum gegenseitigen Töten motiviert, dann hätte doch das den zweiten Weltkrieg auslösen müssen. Oder ?

Tarvoc – wann stand denn der dritte Weltkrieg auf der Agenda? Heute wo die westliche Welt von einer Finanz- und Wirtschaftkrise in die nächste schlittert ?

Nein

1961 – Stichwort Cubakrise - Also zu einer Zeit, wo weltweit die Wirtschaft „prosperierte“ . Auch im Ostblock!

Tarvoc - ich kann da nicht an einen Zufall glauben.

Gruß Perspekt
Tarvoc
Zitat:
Original von Perspekt
Findest du es nicht auch seltsam, das der Weltkrieg nicht in der bzw. nach der Weltwirtschaftskrise begonnen hat.

Es ist insofern nicht seltsam, als die Nazis 1933 wirtschaftlich einfach noch nicht in der Lage gewesen wären, einen Krieg von Zaum zu brechen. Die Wirtschaft muss natürlich auf einem gewissen Mindestmaß funktionieren, um einen Krieg erst möglich zu machen. Du hast Recht damit, dass Kriege in der Regel tatsächlich nicht während oder nach Krisen stattfinden, sondern vor einer Krise - oder besser gesagt statt der Krise. Die Erklärung dafür ist aber eine ökonomische und keine psychologische. Der Krieg wird nicht geführt, weil es den Menschen zu gut geht und sie übermütig werden. Er wird (u.A.) geführt, um das Platzen einer ökonomischen Blase zu verhindern.
Perspekt
Zitat:
Original von Tarvoc

Er wird (u.A.) geführt, um das Platzen einer ökonomischen Blase zu verhindern.



Tarvoc – der Krieg verhindert nicht das Platzen der Blase. Er ist das Platzen der Blase!

Danke für dieses Bild- Tarvoc

Denn es ist sehr interessant! Thematisiert es zum einem das vorzeitige Erkennen einer Blase und zum anderen wie man das Platzen der Blase wirklich verhindern kann. Sozusagen das kontrollierte Ablassen des Überdrucks.

Tarvoc - wäre denn ein kontrolliertes Ablassen des Überdrucks 1939 in Nazideutschland möglich gewesen?

Ich stelle mir nun die hypothetische Frage. Was hätte ich denn an stelle Adolf Hitlers 1939 gemacht?

Wenn deine Annahme stimmt, dann hätte ich gleichfalls keine andere Wahl gehabt als diesen Krieg zu beginnen.

Siehst du da nicht auch ein Paradoxon ?

Gruß Perspekt
Tarvoc
Zitat:
Original von Perspekt
Tarvoc – der Krieg verhindert nicht das Platzen der Blase. Er ist das Platzen der Blase!

Aber nicht jedes Platzen einer ökonomischen Blase nimmt die Form eines Krieges an. Der Krieg ist eine bestimmte Art, die Blase auf eine bestimmte Weise zum Platzen zu bringen, bevor sie von selbst als gewöhnliche ökonomische Krise platzt. Beim zweiten Weltkrieg kam hinzu, dass die Blase auf eine Weise geschaffen wurde, die von Anfang an darauf ausgelegt war, auf diese Weise zum Platzen gebracht zu werden.

Zitat:
Original von Perspekt
Tarvoc - wäre denn ein kontrolliertes Ablassen des Überdrucks 1939 in Nazideutschland möglich gewesen?

1939 vermutlich nicht mehr, aber das war ja auch überhaupt nicht die Absicht der Nazis. Und zwar nicht nur 1939 nicht, sondern von Anfang an nicht.

Zitat:
Original von Perspekt
Wenn deine Annahme stimmt, dann hätte ich gleichfalls keine andere Wahl gehabt als diesen Krieg zu beginnen.

Das ist doch gar nicht der Punkt. Die ganze Blase war ja von Anfang an in Hinblick darauf erschaffen worden, durch einen Krieg zum Platzen gebracht zu werden und nicht in einer "normalen" Wirtschaftskrise von selbst zu platzen. Wenn man hier von einer ökonomischen Notwendigkeit sprechen kann, dann war es eine, die die Nazis sich selbst in den Jahren vorher bewusst, methodisch und mit genau diesem Ziel selbst geschaffen hatten.
Perspekt
Gut – das Hitler von Anfang an , also mit der Machtergreifung, einen Krieg im Sinn hatte. Das konnte man schon in seinem Buch „ Mein Kampf“ herauslesen. Überliefert ist auch die Parole der politischen Gegenbewegung „Wer Hitler wählt, wählt den Krieg“

Vielleicht hat er auch „zielgerichtet“ an der ökonomischen Blase gearbeitet. Das im Verlauf des „Aufblasens“ die Deutschen ökonomische Prosperität erleben durften war eine willkommene Nebenwirkung. Wurden den Deutschen nicht zuletzt dadurch ihrer Überlegenheit über andere „Rassen“ eingeimpft.

Ich stelle mir nun allerdings die Frage , kann man denn zielgerichtet „ökonomische Prosperität“ erreichen ohne das da eine Blase entsteht. (Aus der heraus ein Krieg möglich wird)

Sind Wirtschaftliche Prosperität und das Entstehen von Blasen sozusagen die zwei Seiten einer Medaille?
Bedingen sie einander- wirkt da womöglich unerkannt ein Naturgesetz ?

Das was wir aktuell als Finanz – und Wirtschaftskrise erleben wäre sozusagen das „kontrollierte“ Ablasen des Überdrucks und der Krieg oder der Weltkrieg das unkontrollierte Platzen der Blase.

Beide Varianten führen in die „Verzweifelung“. Die Eine human in kleinen Schritten schleichend. Die Andere blutig - spontan in einem einzigen Schritt.

Tarvoc - meine These entspricht der letzten Variante.
Tarvoc
Zitat:
Original von Perspekt
Bedingen sie einander- wirkt da womöglich unerkannt ein Naturgesetz?

Hm... Adam Smiths "unsichtbare Hand"? Die Marxisten behaupten ja, diese Hand sei im Produktionsprozess zu suchen...

Zitat:
Original von Perspekt
Das was wir aktuell als Finanz – und Wirtschaftskrise erleben wäre sozusagen das „kontrollierte“ Ablasen des Überdrucks und der Krieg oder der Weltkrieg das unkontrollierte Platzen der Blase.

Mechanismen der Kontrolle wirken durchaus bei beidem. Gerade der zweite Weltkrieg war ja nun wirklich kein ungeplantes Naturereignis.
Perspekt
Zitat:
Original von Tarvoc

Hm... Adam Smiths "unsichtbare Hand"?



Adam Smiths „unsichtbare Hand“ . Richtig der Neoliberalismus sieht diese Hand ausschließlich im positiven Sinn arbeiten. Sie führt ganz „unkontrolliert“ zur wirtschaftlichen Prosperität. Tarvoc – bist du ein Neoliberaler? Wenn ja - dann wird dir meine ergänzende Interpretation der „unsichtbaren Hand“ sicher nicht gefallen. Sie kann im negativen Sinn auch Kriege und um bei dem Thema zu bleiben - ja sie kann auch Weltkriege auslösen.

Das Wirken der „unsichtbare Hand“ Tarvoc – entzieht sich, wie das Wirken der „unsichtbaren“ Naturgesetzte der menschlichen Kontrolle. Da bin ich dezidiert anderer Meinung.

Zitat:
Original von Tarvoc

Mechanismen der Kontrolle wirken durchaus bei beidem. Gerade der zweite Weltkrieg war ja nun wirklich kein ungeplantes Naturereignis.


Der „geplante“ zweite Weltkrieg suggeriert nur Kontrollfähigkeit. Sicherlich hat Hitler, indem er die deutsche Rüstung forciert und den Blitzkrieg minutiös geplant hat, Kontrolle ausgeübt. Sicher - hätte er auch zu jedem Zeitpunkt diesen Prozess „kontrolliert“ abrechen können.

Tja Tarvoc – wenn denn da nicht die verfluchte „unsichtbare Hand“ wäre. Sie wirkt eben nicht nur im Produktionsprozess! - Kennst du die Parabel vom „Fuchs und den Skorpion“?

Zitat:
Original von Tarvoc


Die Marxisten behaupten ja, diese Hand sei im Produktionsprozess zu suchen...



Gruß Perspekt
Tarvoc
Zitat:
Original von Perspekt
Tarvoc – bist du ein Neoliberaler?

Nein, ich bin ein ganz altmodischer Marxist. Zwinker
Perspekt
Hallo DerLachende Mann

- am Ende von diesem Beitrag begründe ich dir warum der moderne KampfpanzerT90 dem T34 aus dem zweiten Weltkrieg gleichwertig ist.

Doch zunächst zu dir Tarvoc-

Zitat:
Original von Tarvoc
.. ich bin ein ganz altmodischer Marxist. Zwinker


Genau das bin ich auch!

Dir sollte deshalb der dialektische Materialismus nicht unbekannt sein. Das hat nun nichts mit dem Thema zu tun. Unter „Philosophie und Naturwissenschaften“ und dem Thema hat mir Kai geantwortet -

Zitat:
Original von Kai

Was schätzt du, wie groß ist die Zahl der Philosophen, der philosophisch interessierten Menschen, der akademischen Philosophen, die den diamat vertreten ...Ich schätze, das ist weniger als ein Prozent.


Bist du der gleichen Meinung wie Kay ? Wie soll ich dort deine Antwort darauf

Zitat:
Original von Tarvoc
[edit - bitte löschen]

verstehen?

Doch zurück zum Thema. Hier im Forum unter „moderne Philosophie“ habe ich zum Thema dialektischer Neomaterialismus mehrere Beträge verfasst die meine These

„Weltkriege entstehen aus prosperierenden Nationalstaaten“.

unterstützen. Übrigens - dieses „Neo“ könnte es denn wie das „ Neo“ des Neoliberalismus den dialektischen Materialismus wiederbeleben – Tarvoc was meinst Du? Wir könnten ja diese Diskussion unter dem von Ergo gestartetem Thema „Dialektischer Neomaterialismus“ fortsetzten.



Meine Befürchtung ist nicht ein dritter Weltkrieg – zumindest ein Weltkrieg, wo ganz altmodisch Fußtruppen fremde Länder besetzten, können wir mit wohl mit Sicherheit ausschließen. Die Bundeswehr beispielsweise ist doch von den Kapazitäten der „Deutschen Wehrmacht“ Äonen entfernt. Wir sind doch schon mit den Auslandseinsätzen überfordert. In absehbare Zeit jedenfalls wird sich mit dieser Armee kein Weltkrieg entfesseln - geschweige denn gewinnen lassen.
Und die USA ?
Das was die internationale Staatengemeinschaft unter Führung der Großmacht USA in Afghanistan hingelegt hat. Ein Sieg sieht sicherlich anders aus. Im Grunde genommen geht es nur noch um einen Abzug der Truppen ohne Gesichtsverlust.

Wie gesagt ein „altmodischer“ 3. Weltkrieg droht mit absoluter Gewissheit nicht. Da kann ich euch alle beruhigen.

Ein moderner hingegen – geführt mit Atomwaffen! der droht zu jeder Zeit.
Tarvoc – dazu brauchen wir allerdings keine prosperierende Wirtschaft. Diese Waffen haben wir schon.

Hier ist meine These „Weltkriege entstehen aus prosperierenden Nationalstaaten“ widerlegt!

Nur! - mit Atomwaffen alleine lassen sich fremde Länder wie im 2.Weltkrieg nicht besetzten. Mit ihnen lassen sich fremde Länder allerdings sehr gut erpressen. Und um seiner Erpressung Nachdruck zu verleihen – eins, zwei Atombomben irgendwo in der Pampa zünden und schon kann man Nationen wie Tanzbären an der Leine tanzen lassen.

Hat man erst einmal diese Hemmschwelle überschritten, dann ist der Abschuss auf militärische Einrichtungen und am Ende auf ganze Städte nur noch eine Frage der Zeit. Schließlich wird man irgendwann "notgedrungen" ein Exempel statuieren müssen. Fadenscheinige Gründe für einen Krieg, wie der von Hitler inszenierte polnische Überfall auf den Sender Gleiwitz oder die Busch -Lüge von den Massenvernichtungswaffen im Irak lassen sich allemal finden.


Ich denke einmal - so ein 3.Weltkrieg Szenario wäre in Zukunft realistisch.

Zitat:
Original von DerLachendeMann
aber die T75- T90 panzergeneration ist auf dem heutigen schlachtfeld nach wie vor up to date. man sagt auf einen russischen T90 hauptkampfpanzer kommen 3 amerikanische M1 Abrams Hauptkampfpanzere


Nun zu dir DerlachendeMann -in diesem Szenario ist es völlig unerheblich ob nun der russischen T90 dem amerikanische M1 Abrams Hauptkampfpanzer überlegen ist. Der gute alte T34 würde hier die gleiche Rolle spielen – nämlich keine!


Gruß Perspekt