carsten aus bochum
HI Gil Gamesh
Ich will es nicht, es wäre auch falsch, es auf Religionen beschränken.
Es ist einfach so, dass es knackige ybs im islamischen Teil Asiens gibt, aber auch in Indien und sehr stark in Afrika.
In Afrika bremsen Hunger und AIDS ein wenig, aber die größten Massentötungen der lezten Jahren finden wir in Afrika.
Uganda hat einen 51% youth bulge, Somalia 47%.
Die müssen gar nicht wütend sein. Die werden wütend, das ist die Dynamik dabei.
Und in der Mehrzahl sind es eben keine armen hungernden Verzweifelten, die sind ohnehin zu schwach das Land zu verlassen, es sind die Wohlgenährten und Schulgebildeten, die als vielleicht fünfter Sohn überhaupt keine soziale Funktion haben, aber 22 sind und aus ihrem Leben etwas machen wollen. Die sind nicht böse, nur in der Mehrzahl der Fälle, gerade in den Ländern um die es geht, perspektivlos.
Solche Menschen, solche jungen Männer, die wissen, dass es besser gehen könnte, werden schnell zornig und dann sind sie verführbar. Wenn einem dann ein intelligenter, charismatischer und skrupelloser Einpeitscher sagt, wer an der Misere schuld ist, nämlich, der Kapitalismus, der böse Westen oder der Mann im Mond dann kanalisiert sich die Wut und findet einen Feind draußen.
Finden sich genug zusammen, die ähnlich denken, tritt, durch Massenprozesse, eine moralische Regression in kraft.
Das bedeutet konkret, selbst wenn der einzelne ein lieber Mensch ist und nicht feindselig, wird häufig aus der Projektion (den Schuldigen im Außen zu suchen – ein Mechanismus unter dem wir wohl alle leiden) eine primitive Frühform, die sogenannte projektive Identifikation.
Die projektive Identifikation hat gegenüber der Projektion nicht die Kraft einen Themenkomplex ganz abzugeben, sondern man meint nun zu spüren, was der andere will. Eigene Aggressionen werden im anderen gesehen und man fühlt genau, der andere legt es drauf an, mir etwas anzutun. Das ist kein schöner Zustand und so versucht man den gefürchteten anderen unter Kontrolle zu bringen und sich vor ihm zu schützen (denn man spürt ja die Wut des anderen).
Der Rest ergibt sich von selbst.
Wo es nur einen Sohn, oder gar nur ein Kind gibt, sind Eltern sehr viel zögerlicher, diese für eine tolle Idee zu verheizen, das 9. oder 16. Kind spielt da nicht so eine Rolle.
Wäre es so klar, würde man es viel deutlicher erkennen, was nicht der Fall ist. Rechtfertigen soll es nichts, aber es kann das aufkommen von Gewalt erklären, ohne Feindbilder zu zementieren.
Die Ideologie ist eine nachrangige Legitimation, sie kanalisiert die Aggressionen, vermutlich in der oben von mir dargestellten Art.
Natürlich können Herrscher mit dem yb spielen und Öl ins Feuer gießen, das passiert ja gerade.
Aber der yb ist keine islamische Sache, es gab ihn in Südamerika, hier beschränkte man sich auf Bürgerkrieg, in Europa (Kolonialisierung und Unterwerfung nahezu der gesamten Welt) usw. als Ideologien können der Marxismus ebenso wie Christentum oder Hinduismus wirken, manche bremsend, manche beschleunigend.
Es geht NICHT um Überbevölkerung, es geht um youth bulge, beide haben nur sehr bedingt etwas mit einander zu tun.
China hat eine riesige Bevölkerung, aber keinen yb. Der youth bulge ist definiert durch einen Anteil von 30% plus x Menschen im Alter von 15-29 Jahren. Warum dieses Alter? 15 ist das Alter in dem die Kinder zumeist zu Waffen greifen, anderswo geschieht es noch eher, schlimm genug. Ab 30 sinkt die Begeisterung für Gewalt allmählich (auch hier gibt es natürlich Ausnahmen).
Ob die Geamtzahl der Menschen eines Staates dabei 500.000 oder 1.000.000.000 beträgt spielt dabei keine Rolle, weshalb auch die totalen Zahlen der Bevölkerung in diesem Zusammenhang eine untergeordnete Rolle spielen.
Diese Argumente sind ja inzwischen bekannt und klingen immer wieder edel.
Fakt ist aber auch, dass selbst da wo es Bodenschätze gibt, die z.B. wie in Venezuela nun wieder mal verstaatlicht werden sollen, die Bevölkerung am allerwenigsten davon hat.
Die sozialistischen und kommunistischen Staaten sind allesamt mehr oder weniger Terrorregime gewesen oder sind es noch.
Jeder geht klaglos darüber hinweg, dass die Menschenrechte hier nicht mit Füssen getreten werden, sondern zumeist gar nicht existieren. Auch Edeldiktator Castro schaffte es kürzlich noch zum Spitzenplatz in Sachen mangelnder Pressefreiheit.
(Von marodiernden Banden und Clans als Herrschern mal ganz zu schweigen. Glück kann man mit absolutistischen Herrschern haben, aber genauso gut auch großes Pech und im Absolutismus wird man die Königs erst mal nicht los.)
Der Kommunismus zieht eine einzigartige Blutspur durch die Geschichte und um beim Thema zu bleiben, wirtschaftlich hat er nirgends nichts auf die Kette gekriegt. China bildet da eine Ausnahme, aber nur weil sie sich einer fragwürdigen Mixtur aus kommunistischen Menschenrechten und (turbo)kapitalistischem Wirtschaftssystem bedienen.
Ach daher weht der Wind. Das ist doch wieder die übliche Propaganda.
Der yb ist nur wegen des Kapitalismus gefährlich, oder weil es Juden gibt, oder weil der Papst ein Deutscher ist, da habe ich keine Lust mehr drauf, zeige mir klar und logisch den Zusammenhang auf, wie es Heinsohn tut, das kann jeder nachlesen und Du bist wieder im Rennen, andernfalls kannst Du natürlich glauben was Du willst, aber ich muss auch nur ernst nehmen, was ich will. Sorry.
Du bedienst wirklich brav jedes Klischee.
Ich dachte ursprünglich auch der Heinsohn habe übertrieben, als er in einem Kapitel darstellte, dass Europa die Juden nicht lieben kann, aber so nach und nach sickert die dumpfe Soße aus allen Poren.
Immer das selbe Lied, Amis und Juden und der/die böse Kapitalismus/Demokratie, der/die sich als Freiheit tarnt.
Um Himmels Willen, wo kämen wir denn dahin, wenn wir Terrorismus verurteilen, wo es doch solche Seuchen wie den Kapitalismus gibt, ohne den Terror doch gar nicht nötig wäre.
Klar, bei einer solche demokratische Diktatur wie Frankreich eine ist. Schon mal was vom Gewaltmonopol des Staates gehört?
Wo beginnt es denn für Dich legitim zu werden, Gewalt einzusetzen?
Komisch, ich bin „gedrillt“ Menschen als Terroristen zu bezeichnen, die vorsätzlich wehrlose Mitmenschen umbringen.
Aber wenn die auch die Frechheit besitzen tanzen zu wollen und ins Kino zu gehen, dann kann man diese dekadenten Schweine ruhig mal in die Luft sprengen, nicht wahr?
Was wäre es doch toll, wenn jeder der sich unterdrückt fühlt seinem Unmut mit einer Maschinenpistole Ausdruck verleihen könnte...???
Unterstellungen sind immer eine üble Sache, vor allem wenn sie auch noch falsch sind. Also bitte ich Dich sehr, mir wenigstens das zu unterstellen, was ich auch meine. Wenn ich verstehen kann, warum jemand zum Lustmörder wird, heißt das nicht, dass ich das gut finde, das sollte man unterscheiden können.
Oh herzlichen Dank, ich bin sicher nicht in der Lage Deiner überaus komplexen Argumentation zu folgen – wie differenziert die ist, kann ja jeder selbst lesen, erinnert mich ein wenig an die Illuminatenbücher - , aber wir haben hier auch echte Experten die das besser können und sicher ganz auf Deiner Wellenlänge liegen.
Carsten
PS: Übrigens gehe ch durchaus auf Lucius`Arguemente ein, der hat nämlich welche.
So, jetzt darfst Du mich beschimpfen.
| Zitat: |
| „es ist also der „yb“ als einer unter anderen Gründen allein verantwortlich für einen großen Teil von Gewalt. Zeitgleich zu diesem Phänomen lassen sich in den Regionen des „yb“s auch fehlende Perspektiven etc. feststellen?“ |
Ich will es nicht, es wäre auch falsch, es auf Religionen beschränken.
Es ist einfach so, dass es knackige ybs im islamischen Teil Asiens gibt, aber auch in Indien und sehr stark in Afrika.
In Afrika bremsen Hunger und AIDS ein wenig, aber die größten Massentötungen der lezten Jahren finden wir in Afrika.
Uganda hat einen 51% youth bulge, Somalia 47%.
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| „Ich nehme an, dass du mit der „Variable, die man nicht einfach austauschen kann“, auch das Phänomen youth bulge meinst. Das Gewaltpotential, das in einer Masse von wütenden Menschen steckt, ist gar nicht zu leugnen, erscheint sozusagen plausibel.“ |
Die müssen gar nicht wütend sein. Die werden wütend, das ist die Dynamik dabei.
Und in der Mehrzahl sind es eben keine armen hungernden Verzweifelten, die sind ohnehin zu schwach das Land zu verlassen, es sind die Wohlgenährten und Schulgebildeten, die als vielleicht fünfter Sohn überhaupt keine soziale Funktion haben, aber 22 sind und aus ihrem Leben etwas machen wollen. Die sind nicht böse, nur in der Mehrzahl der Fälle, gerade in den Ländern um die es geht, perspektivlos.
Solche Menschen, solche jungen Männer, die wissen, dass es besser gehen könnte, werden schnell zornig und dann sind sie verführbar. Wenn einem dann ein intelligenter, charismatischer und skrupelloser Einpeitscher sagt, wer an der Misere schuld ist, nämlich, der Kapitalismus, der böse Westen oder der Mann im Mond dann kanalisiert sich die Wut und findet einen Feind draußen.
Finden sich genug zusammen, die ähnlich denken, tritt, durch Massenprozesse, eine moralische Regression in kraft.
Das bedeutet konkret, selbst wenn der einzelne ein lieber Mensch ist und nicht feindselig, wird häufig aus der Projektion (den Schuldigen im Außen zu suchen – ein Mechanismus unter dem wir wohl alle leiden) eine primitive Frühform, die sogenannte projektive Identifikation.
Die projektive Identifikation hat gegenüber der Projektion nicht die Kraft einen Themenkomplex ganz abzugeben, sondern man meint nun zu spüren, was der andere will. Eigene Aggressionen werden im anderen gesehen und man fühlt genau, der andere legt es drauf an, mir etwas anzutun. Das ist kein schöner Zustand und so versucht man den gefürchteten anderen unter Kontrolle zu bringen und sich vor ihm zu schützen (denn man spürt ja die Wut des anderen).
Der Rest ergibt sich von selbst.
Wo es nur einen Sohn, oder gar nur ein Kind gibt, sind Eltern sehr viel zögerlicher, diese für eine tolle Idee zu verheizen, das 9. oder 16. Kind spielt da nicht so eine Rolle.
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| „Aber das zu erkennen, dafür brauch man doch solche Studien oder Untersuchungen nicht. Was soll also damit gerechtfertigt werden?“ |
Wäre es so klar, würde man es viel deutlicher erkennen, was nicht der Fall ist. Rechtfertigen soll es nichts, aber es kann das aufkommen von Gewalt erklären, ohne Feindbilder zu zementieren.
Die Ideologie ist eine nachrangige Legitimation, sie kanalisiert die Aggressionen, vermutlich in der oben von mir dargestellten Art.
Natürlich können Herrscher mit dem yb spielen und Öl ins Feuer gießen, das passiert ja gerade.
Aber der yb ist keine islamische Sache, es gab ihn in Südamerika, hier beschränkte man sich auf Bürgerkrieg, in Europa (Kolonialisierung und Unterwerfung nahezu der gesamten Welt) usw. als Ideologien können der Marxismus ebenso wie Christentum oder Hinduismus wirken, manche bremsend, manche beschleunigend.
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| „Das Problem der Überbevölkerung ist existent und Tatsache, daran ist nicht zu rütteln. Also muss das Gewaltpotential dieser riesigen Gruppen bekämpft oder in andere Bahnen als gen Westen gelenkt werden. Jetzt könnte man natürlich fragen warum die Menschen dieser Masse wütend oder gewalttätig werden. Wie erklärt man genau diesen Zusammenhang? Mit dem Todes- oder Aggressionstrieb? Wie kommt es den zu Perspektivlosigkeiten?“ |
Es geht NICHT um Überbevölkerung, es geht um youth bulge, beide haben nur sehr bedingt etwas mit einander zu tun.
China hat eine riesige Bevölkerung, aber keinen yb. Der youth bulge ist definiert durch einen Anteil von 30% plus x Menschen im Alter von 15-29 Jahren. Warum dieses Alter? 15 ist das Alter in dem die Kinder zumeist zu Waffen greifen, anderswo geschieht es noch eher, schlimm genug. Ab 30 sinkt die Begeisterung für Gewalt allmählich (auch hier gibt es natürlich Ausnahmen).
Ob die Geamtzahl der Menschen eines Staates dabei 500.000 oder 1.000.000.000 beträgt spielt dabei keine Rolle, weshalb auch die totalen Zahlen der Bevölkerung in diesem Zusammenhang eine untergeordnete Rolle spielen.
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| “Gut, offiziell gibt es keine Kolonien mehr, wie du schon erwähnst, aber sind damit die außenpolitischen Interessen der westlichen Nationen andere geworden. Außenpolitik ist Interessenpolitik; und damit sind keine Interessen gemeint, die irgendeinem humanistischen Ideal folgen. Da reicht ein Blick auf die amerikanische Außenpolitik. Wer hat in den USA das meiste Interesse an Außenpolitik? Wer ist überhaupt auf die Idee gekommen, dass die USA Außenpolitik betreiben müsste? Hat sich an ihren ursprünglichen außenpolitischen Ideen grundsätzlich etwas geändert: Absatzmärkte, Stützpunkte, „Gegenküste“, Handels- und Kriegsmarine, Reziprozitätsverträge...? Dazu sind keine Kolonien nötig. Zu der Einsicht mussten die anderen Imperialisten auch erst einmal gelangen. Und wenn die Leute „da unten“ sich keine „Strukturen für Wirtschaftswachstum“ überhelfen lassen wollten, mussten sie zu ihrem Glück gezwungen werden. Zu ihrem Glück!“ |
Diese Argumente sind ja inzwischen bekannt und klingen immer wieder edel.
Fakt ist aber auch, dass selbst da wo es Bodenschätze gibt, die z.B. wie in Venezuela nun wieder mal verstaatlicht werden sollen, die Bevölkerung am allerwenigsten davon hat.
Die sozialistischen und kommunistischen Staaten sind allesamt mehr oder weniger Terrorregime gewesen oder sind es noch.
Jeder geht klaglos darüber hinweg, dass die Menschenrechte hier nicht mit Füssen getreten werden, sondern zumeist gar nicht existieren. Auch Edeldiktator Castro schaffte es kürzlich noch zum Spitzenplatz in Sachen mangelnder Pressefreiheit.
(Von marodiernden Banden und Clans als Herrschern mal ganz zu schweigen. Glück kann man mit absolutistischen Herrschern haben, aber genauso gut auch großes Pech und im Absolutismus wird man die Königs erst mal nicht los.)
Der Kommunismus zieht eine einzigartige Blutspur durch die Geschichte und um beim Thema zu bleiben, wirtschaftlich hat er nirgends nichts auf die Kette gekriegt. China bildet da eine Ausnahme, aber nur weil sie sich einer fragwürdigen Mixtur aus kommunistischen Menschenrechten und (turbo)kapitalistischem Wirtschaftssystem bedienen.
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| „Wessen Glück den sonst. Wenn kein Interessengegensatz da ist, muss einer aufgemacht werden. Es werden natürlich alle Mittel eingesetzt, die dazu dienen eigene Interessen durchzusetzen; das geht immer auf Kosten anderer. Irgendwo muss der Reichtum ja herkommen. Als Einwohner vor Ort stelle ich natürlich schnell fest, dass von Chancen und Fairness und Freiheit immer nur gepredigt wird und letztendlich der Gegensatz gar nicht geschlossen werden soll. Das soll nämlich zu Höchstleistungen anspornen. Ähnlich wie bei uns daheim. Wenn die Zwänge und Ungemütlichkeiten wachsen, die der Staat so zurechtorganisiert, ist der gescholtene Bürger auf der Hut, schnell wieder in Lohn und Brot zu kommen, auch wenn das gar nicht so leicht ist, wie er (der Bürger) und sein Staat sich das vorgestellt haben, da ja Arbeit bekanntlich nicht auf Bäumen wächst. Zwei Dinge aber bleiben verpönt: 1. Dem Staat auf der Tasche liegen, 2. sich hängen lassen (sich mit der Situation abfinden). Ein Glück für unseren Staat, dass wir keinen youth bulge haben? Aber worauf wollte ich hinaus? Nur wer bedingungslos an seinen Interessen und an deren Durchsetzung festhält muss den youth bulge als Variable der Gewalt gegen sich berücksichtigen.“ |
Ach daher weht der Wind. Das ist doch wieder die übliche Propaganda.
Der yb ist nur wegen des Kapitalismus gefährlich, oder weil es Juden gibt, oder weil der Papst ein Deutscher ist, da habe ich keine Lust mehr drauf, zeige mir klar und logisch den Zusammenhang auf, wie es Heinsohn tut, das kann jeder nachlesen und Du bist wieder im Rennen, andernfalls kannst Du natürlich glauben was Du willst, aber ich muss auch nur ernst nehmen, was ich will. Sorry.
| Zitat: |
| “Und für wen sucht man jetzt derart Aushilfsrechtfertigungen? Für den Nörgler daheim, der zwar das demokratisch-kapitalistische System nicht kritisieren kann oder gar nicht will, aber trotzdem immer gute und höhere Gründe braucht, die er natürlich ständig selbstkritisch erfragt, um Methoden der Gewalt unter dem Vorwand des Demokratie- und Freiheitsimports abzusichern. Friedliche Praktiken der Einflusssicherung, wie zum Beispiel die Bereitstellung von finanziellen Mitteln in Palästina zum Aufbau von demokratischen Strukturen etc., sind selbstredend willkommen, um die eigentliche Zielrichtung des Interesses zu beschönigen. Aber andere europäischen Maßnahmen der Friedenssicherung sind ja vor kurzem angelaufen, jetzt wo die EU endlich erkannt hat, was die eigentlichen Machtfaktoren vor Ort sind. Eine schlagkräftige Truppe a la US-Army oder IDF. Ein interessanter Punkt ist, dass einflussreiche Israelis den youth bulge schon kurz nach der Staatsgründung erkannt haben müssen, da sie von Beginn an auf Brandstiftung und Krieg setzten, was natürlich als Selbstbehauptung und Existenzsicherung zu verstehen ist.“ |
Du bedienst wirklich brav jedes Klischee.
Ich dachte ursprünglich auch der Heinsohn habe übertrieben, als er in einem Kapitel darstellte, dass Europa die Juden nicht lieben kann, aber so nach und nach sickert die dumpfe Soße aus allen Poren.
Immer das selbe Lied, Amis und Juden und der/die böse Kapitalismus/Demokratie, der/die sich als Freiheit tarnt.
| Zitat: |
| „ Ben Gurion und Co. waren wohl von Anfang an davon überzeugt, dass nur eine aggressive Strategie das Überleben der militärischen Supermacht Israels in einem Meer von feindseligen Menschen sichern würde. Und wer die militärischen Machtverhältnisse in Nahost erst einmal durchschaut hat und versucht, die Angriffs- und Verteidigungsstrategien zu verstehen, wird sich über Methoden wie „Verheizen“ von Brüdern, heimliche Geld- und Waffenlieferungen an stellvertretend kämpfende Guerillaverbände nicht wundern, da ein offener Konflikt für die Absender glatter Selbstmord wäre. Jeder nutzt die ihm zur Verfügung stehenden Mittel zum Kriegseinsatz mit letzter Konsequenz oder Ohnmacht, die zu verurteilen ich nicht tun will.“ |
Um Himmels Willen, wo kämen wir denn dahin, wenn wir Terrorismus verurteilen, wo es doch solche Seuchen wie den Kapitalismus gibt, ohne den Terror doch gar nicht nötig wäre.
| Zitat: |
| „Als wütende Mobs durch Frankreich zogen, waren die Schuldigen schnell gefunden, die französische Regierung selbst, ... ist das ein Grund für Krawalle?“ „Ja!“ |
Klar, bei einer solche demokratische Diktatur wie Frankreich eine ist. Schon mal was vom Gewaltmonopol des Staates gehört?
Wo beginnt es denn für Dich legitim zu werden, Gewalt einzusetzen?
| Zitat: |
| „Immer dann, wenn eine Bedrohung potenziell auch für uns gefährlich werden könnte, dann sind die Angegriffenen selbst schuld“ „Sind sie nun schuld oder sind sie es nicht? Wir sind „darauf gedrillt“ Gegner des kapitalistischen Segens und Feinde der demokratisch-kapitalistischen Oligarchie als Extremisten und Terroristen zu bezeichnen, denn etwas anderes können sie nicht sein. Dann kommen wir friedlich gesinnten Demokraten auch noch unter den hehrsten Absichten zu ihnen und die? Die wollen einfach keine Freiheit in unserem „höheren“ Sinne und schon gar keine Austreibung ihrer „verkorksten Werte“. Nein, sie besitzen darüber hinaus noch die Frechheit unsere Lebensweise nicht zu tolerieren. Dabei sind wir doch nur allzu sehr bereit, die ihrige zu „ertragen“.“ |
Komisch, ich bin „gedrillt“ Menschen als Terroristen zu bezeichnen, die vorsätzlich wehrlose Mitmenschen umbringen.
Aber wenn die auch die Frechheit besitzen tanzen zu wollen und ins Kino zu gehen, dann kann man diese dekadenten Schweine ruhig mal in die Luft sprengen, nicht wahr?
Was wäre es doch toll, wenn jeder der sich unterdrückt fühlt seinem Unmut mit einer Maschinenpistole Ausdruck verleihen könnte...???
| Zitat: |
| “Wenn du die Zwangsläufigkeiten des Freiheitsexportimperialismus mit allen kapitalistischen Notwendigkeiten und Bedingungen als Gott gegeben akzeptierst, diese verteidigst, rechtfertigst und ihnen zustimmst, dann solltest du dich aber über Gewalt derer, die von den Wohltaten des Kapitalismus ausgeschlossen sind, nicht wundern. Wo bleibt da die Aufrichtigkeit? „Ich wünsche mir keinen Krieg“, aber rechtfertigen wird man ihn doch mal können. Na, zumindest hast du dich für eine Seite entschieden.“ |
Unterstellungen sind immer eine üble Sache, vor allem wenn sie auch noch falsch sind. Also bitte ich Dich sehr, mir wenigstens das zu unterstellen, was ich auch meine. Wenn ich verstehen kann, warum jemand zum Lustmörder wird, heißt das nicht, dass ich das gut finde, das sollte man unterscheiden können.
| Zitat: |
| “Eine "simple Analyse" muss keine falsche sein.“ |
Oh herzlichen Dank, ich bin sicher nicht in der Lage Deiner überaus komplexen Argumentation zu folgen – wie differenziert die ist, kann ja jeder selbst lesen, erinnert mich ein wenig an die Illuminatenbücher - , aber wir haben hier auch echte Experten die das besser können und sicher ganz auf Deiner Wellenlänge liegen.
Carsten
PS: Übrigens gehe ch durchaus auf Lucius`Arguemente ein, der hat nämlich welche.
So, jetzt darfst Du mich beschimpfen.
u versuchst dem Thema jetzt so einen politisch korreckten, moralischen Anstrich zu geben, der gerade Dir nicht sonderlich gut zu Gesicht steht, insofern steige ich da auch nicht drauf ein.