Was macht uns etwas bewusst? Der Baum...

Devinus
Zitat:
Original von Partygänger
der baum wird mir bewusst wenn ich seine eigenart (wieder)-entdecke !

Gut !


Meinst du eine bestimmte Eigenart?

Mir fiel noch ein, dass es auch das Licht ist, der Wind, der Duft die dem Baume das Leben geben, was wäre der Baum ohne diese Dinge? Und wenn sich nun so der Baum vorstellt, was lieben wir dann? Ich denke mal ihn, den wir grade im Mittelpunkt unseres Interesses haben, den wir namentlich benennen, oder der von sich selbst sagt was er ist, - aber eigentlich dachte ich ja, dass uns etwas wirklich bewusst wird, wenn es einen Willen zeigt. Ich bin überfragt. Bäume sind etwas wunderbares. Und wenn man soetwas von etwas behaupten kann, dann hat man doch auch schon zumindest für einen kurzen Augenblick ein Bewusstsein dessen erhalten. Was man aber schwer auch halten kann, das ist es wohl. Heute ist es der Baum, wer weiß was es morgen ist.

@ Nylen

Der Baum ist nicht tod.
Deinen Hinweisen folgend bin ich zu dem Wissen gelangt, weil eine Sicht auf Charles Darwin für mich noch nicht erledigt ist, wer denn da auf die Idee gekommen ist, sein Lehre über die Arten im Tierreich auf gesellschaftliche Prozesse zu übertragen (Final of the fittest oder so ähnlich). Wie ich gelesen habe: Herbert Spencer, soll Philosoph und Soziologe gewesen sein. Diese Kombination verträgt sich wohl nicht besonders gut!
Devinus
Ich weiß es ist seit der Eröffnung schon länger her, obwohl es mir eigentlich gar nicht solange vorkommt. Doch seit gestern steht bei mir eine Frage im Raum. Ich weiß noch nicht mal so recht was ich davon halten soll. Hier war ja die Rede davon, soweit ich mich erinnere, dass Heidegger z.B. fragte, wer sich nun vorstellt, der Baum dem Menschen, der Mensch dem Baum, oder der Mensch sich den Baum.

Jedenfalls irgendwie scheinen wir (zumindest jetzt nicht, dass ich noch wüsste) noch nicht viel weiter gekommen zu sein, als dass der Baum dort steht. Oder um es existenzialistisch auszudrücken: Der Baum ist ein Baum.

Aber nun meine Frage:
Wo nehmen wir den Baum wahr? Das Ding ist, dass wir den Baum nicht dort wo er steht wahrnehmen, sondern dort wo wir stehen. Ich weiß nicht, ob jemand diese Unglaublichkeit wie ich bei der Frage empfinde, nachempfinden kann.

Nochmal:
Du nimmst den Baum dort wahr, wo Du stehst, und nicht dort, wo du denkst dort stünde der Baum. Wie schrecklich, wenn man wie ich nun die Konsequenz zieht, dass der Baum an gleicher Stelle steht wie ich. *Schauder*