Musiker gesucht.

Razor's Edge
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Ain't that a little sad?

Ich will jetz kein Thema im Detail vorgeben, weil ich auch nicht weiß, wie hier im Forum so das musikalische Interesse verteilt ist; aber ich springe auf sämtliche Stichworte (ein bestimmter Komponist, eine bestimmte Epoche oder Stilrichtung) an wie ein altes Zirkuspferd. Auf gehts Leutz!
Tarvoc
Also, ich höre quasi alles, von Klassik über Rock, Pop, Metal, Hiphop...

Eine Zeitlang habe ich sehr viel Nightwish gehört. Tuomas Holopainen ist m.E. ein musikalisches Genie, das fast an die großen Klassiker herankommt...

Im Moment höre ich allerdings mehr Hiphop...
Lauscher
Nur zu Razor, nur zu.
Fang doch was an!
Razor's Edge
Zitat:
Original von Tarvoc
Rock, Pop, Metal,


Alles ok, alles ok (siehe meine Signaturen, um nicht zu sagen meinen Nick), aber...

Zitat:

Hiphop...


WACHEN!!!! ERGREIFT IHN!!

Zitat:
Tuomas Holopainen ist m.E. ein musikalisches Genie, das fast an die großen Klassiker herankommt...


Grumml.... so how do you like Liszt?
Tarvoc
Zitat:
Original von Razor's Edge
Grumml.... so how do you like Liszt?


Ganz nett... aber ich bin mehr ein Beethoven-Fan.
Razor's Edge
Was ist dann deine Lieblings-Symphonie?

(Btw. der Liszt war ein kleiner Seitehieb auf Nightwish-Fans, die sich von auf Wirkung geschriebenem Rumposaunen beeindrucken lassen. Nichtsdestotrotz würde ich Liszt bis aufs Messer verteidigen.)
Tarvoc
Zitat:
Original von Razor's Edge
Was ist dann deine Lieblings-Symphonie?


Die Neunte. Von den Symphonien kenne ich eigentlich auch nur die... nunja großes Grinsen
Ich höre noch nicht lange Klassik...
Razor's Edge
Hm, neunte is schwer in Ordnung - bis auf diesen abgelutschten letzten Satz natürlich Zwinker ) - aber der erste Satz und das Scherzo , whoohoo.

Aber jetz hab ich ersmal ne Mission. Ich empfehl mal das hier zum Reinhören (im Moment mein Favorit, auch wenn das wechselt):

Symphonie Nr.7


[Mist, Link hängt. Dann halt mit Copy&Paste:
ja herrgottsakrament gehts jetz bald
Bitte kopieren und dann das Leerzeichen entfernen, anders gehts ned, weil hier anscheinend ne Funktion eingestellt is, die Amazon-Schleichwerbung unterbindet. Uff, wie umständlich
http://www.a mazon.com/exec/obidos/tg/detail/-/B000001GPX/104-1282281-9619964?v=glance

(Kommentar Schumann: "Die Apotheose des Tanzes")
Der 3. und 4. Satz sind das gewaltigste, was man sich vorstellen kann.
Tarvoc
Zitat:
Original von Razor's Edge

Symphonie Nr.7


Der Link klappt irgendwie ned... gruebel
Phil(osoph)
Mein klassischer Favorit war schon immer und ist Frédéric Chopin! Melancholisch, und doch wieder gewaltig, eine Achterbahnfahrt der Gefühle.
Anspieltipp: Maestoso (Klavierkonzert Nr.2 F-Moll Op.21)

Im übrigen bin ich offen für alles, das mir taugt, obwohl ich zugeben muß, eindeutig aus der Metal-Ecke zu kommen (die Festivalsaison wurde einmal mehr überlebt großes Grinsen ). Mein Naturelle besteht aber im Grunde doch aus nachdenklich-atmosphärisch-psychedelischer Musik à la Pink Floyd, Anathema, Antimatter, Arena und Konsorten.

Im Metal zähle ich klar Fear Factory, Nevermore, Machine Head und Sybreed (sehr junge Band!!!) zu meinen Favoriten, im Knüppel-Genre Kataklysm, Vader, Bolt Thrower, Dying Fetus, Behemoth und Immortal x)
Desweiteren liebe ich Nirvana!

Aber mit einigen "Shit Hop" Sachen ( großes Grinsen ) kann ich mich ebenfalls sehr gut anfreunden. Fanta 4 beispielsweise! Oder ein derzeitiger Ohrwurm:

Blumentopf - Danke, Bush
[-]
fröhlich
Tarvoc
Zitat:
Original von Phil(osoph)
Mein klassischer Favorit war schon immer und ist Frédéric Chopin! Melancholisch, und doch wieder gewaltig, eine Achterbahnfahrt der Gefühle.


Jau, der is' auch klasse. 'N Kumpel von mir spielt den am Klavier... smile
Aurom
ich stehe klassisch auf barocke oboen-musik...mein alltime-favorit ist allerdings rodrigos 3. satz aus dem aranjuez-konzert...und ich spiele selbst in einer krawall-mucke "garagen-trash" hy
Jupp
<mein alltime-favorit ist allerdings rodrigos 3. satz aus dem aranjuez-konzert>

Rodrigos "en los Trigales" und die "Valses poeticos" von Enrique Granados
sind meine (leider für mich selbst technisch nicht erreichbaren) Favoriten
der spanischen Sologitarrenmusik. Gespielt habe ich z.B. die "Recuerdos
de la Alhambra" von Tarrèga oder "Canarios" von Gaspar Sanz. Mittlerweile
spiele ich nicht mehr selbst, bin aber dieser Musik noch eng verbunden
und höre häufig Julian Breams kraftvolle Interpretationen, genau wie die
eher leisen aber um so perfekteren Töne von John Williams.
Moody Blues sind für mich nach wie vor "Psychotherapie" - ich liebe das Mellotron, und somit ebenfalls die alten Genesis. Bombast von Van der
Graaf Generator gehört neben King Crimson genauso zum guten Ton
wie der selige Frank Zappa. Ah ja - Gentle Giant darf natürlich ebenso
wenig fehlen wie Renaissance. (Namedropping off)
Schneemann
Zitat:

(Btw. der Liszt war ein kleiner Seitehieb auf Nightwish-Fans, die sich von auf Wirkung geschriebenem Rumposaunen beeindrucken lassen. Nichtsdestotrotz würde ich Liszt bis aufs Messer verteidigen.)

Liszt war ein nur ein Schönling und Frauenschwarm, ein Pop-Star der Klassik, der genau wie der heutige Pop zu sehr auf Show als auf Musik gesetzt hat.
Um es kurz zu sagen, Liszt hat zu 90% nur Schrott komponiert und seine Stücke unnötig verkompliziert damit nur noch ein Virtuose sie spielen kann. Die wahre Kunst ist es jedoch mit wenig Tönen und wenig Rumhämmern auf dem Instrument das Publikum zu begeistern. Er ist völlig überbewertet (dennoch würde ich alles drum geben nur ein Konzert von ihm zu sehen ;-)).

Chopin forever.

Gruß,
Schneemann
Phil(osoph)
Wer von euch spielt denn selbst ein Instrument?

Also ich trommel seit nunmehr 10 Jahren und habe 3 Bands. Wie siehts bei euch aus?
Razor's Edge
Zitat:

Chopin forever.



So weit hast du meinen Segen.
(Hab gestern mal wieder die Berceuse gespielt... hy

Zitat:
Original von Schneemann
Um es kurz zu sagen, Liszt hat zu 90% nur Schrott komponiert und seine Stücke unnötig verkompliziert damit nur noch ein Virtuose sie spielen kann. Die wahre Kunst ist es jedoch mit wenig Tönen und wenig Rumhämmern auf dem Instrument das Publikum zu begeistern.


Das ist erstens mal ein etwas einseitiges Bild nur des frühen und mittleren Liszt. Die Stücke ab Ende der 60er-Jahre (Jeux d'eau à la Villa d'Este, 2Legenden, etc.) sind viel dünner im Satz und "meditativer". Und die Stücke der 80er-Jahre (z.B. R.W.-Venezia, La lugubre gondola) sind fast erschreckend minimalistisch (und nebenbei ein Fußtritt gegen einige tonalen Konventionen) - auf Augenhöhe mit dem frühen Bartòk.
Zu dem, was vorher liegt: "Nur für Virtuosen spielbar" ist natürlich einiges, wenn auch heute die allgemeine Technik weit fortgeschritten ist, aber wenn z.B. ein Arrau die Etüden spielt, dann klingt es eben nicht mehr nach Gedonner und Geglitzer, wie man es erwarten würde.
Was Orchesterwerke angeht: da sind einige dolle dabei ("Mazeppa" rules!), aber zugegeben ist das Strickmuster meistens dasselbe.

Persönlich hab ich die Erfahrung, dass z.B. das Es-Dur-Konzert (das nicht mal zu den ganz schwierigen Sachen gehört) unglaublich gut in den Fingern liegt, was man gar nicht hoch genug schätzen kann - daneben ist es eine Fundgrube, den brillanten (manchmal schon unverschämten) Harmoniker Liszt betreffend.

Und natürlich gibt es da Stücke (und natürlich mehr als bei Leuten der allerersten Reihe wie Bach, Mozart etc.), die einfach platt sind, wo ihm nichts einfiel, er ein paar "geklaute" Themen lustlos aneinander geklebt hat, und sich nicht groß gekümmert hat.

Aber ich bin bereit, jemandem, der auf dieser Welt eine h-moll-Sonate schreibt, fast alles zu verzeihen. Die stell ich auf eine Stufe mit Beethoven op.106.

Zitat:
Wer von euch spielt denn selbst ein Instrument?


Klavier, wie gesagt. Solange ich zurückdenken kann. Früher richtig gut, heute etwas sporadischer, aber ab und zu gibts mir nen ziemlichen Kick.
Schneemann
Zitat:

Zu dem, was vorher liegt: "Nur für Virtuosen spielbar" ist natürlich einiges, wenn auch heute die allgemeine Technik weit fortgeschritten ist, aber wenn z.B. ein Arrau die Etüden spielt, dann klingt es eben nicht mehr nach Gedonner und Geglitzer, wie man es erwarten würde.

Schau dir doch mal diese Ungarische Rhapsodie Nr 2 an. Mir erscheint so ein Stück einfach nur krankhaft so geschrieben, dass man seine Finger möglichst sehr verrenken muss und um dadurch besonders kunstfertig am Klavier auszusehen.
Wozu soll das aber musikalisch gut sein ? Beethoven beweist dass man mit einfachen Sonaten ("Pathetique" o.ä.) auch mit weniger Fingerbrechen echte Kunstwerke schaffen kann.

Zitat:
Original von Razor's Edge
Aber ich bin bereit, jemandem, der auf dieser Welt eine h-moll-Sonate schreibt, fast alles zu verzeihen. Die stell ich auf eine Stufe mit Beethoven op.106.

Hm, ja, ok.

Es bleibt eine prinzipielle Frage, wer ist der großartige Komponist....derjenige der in einem Bruchteil seiner vielen Werke ein paar Geniestreiche fabriziert hat (das gestehe ich Liszt ja zu), oder derjenige, der ein wunderschönes Stück nach dem anderen komponiert hat, ganz ohne Ausrutscher (->Chopin), dabei vielleicht aber den ultimativen Geniestreich vermissen lässt.

Gruß,
Schneemann
Aurom
Zitat:
Original von Phil(osoph)
Wer von euch spielt denn selbst ein Instrument?

Also ich trommel seit nunmehr 10 Jahren und habe 3 Bands. Wie siehts bei euch aus?


seit mitte der 60er schlagzeug, später gitarre, flöten aller art, sax, percussion, sitar, blues-harp, gesang...äähh geschrei großes Grinsen ..immer mal wieder auch in einer band...z.zt. wie oben erwähnt "garagentrash" Zwinker
Razor's Edge
Zitat:
Original von Schneemann
Schau dir doch mal diese Ungarische Rhapsodie Nr 2 an. Mir erscheint so ein Stück einfach nur krankhaft so geschrieben, dass man seine Finger möglichst sehr verrenken muss und um dadurch besonders kunstfertig am Klavier auszusehen.


Dass es sauschwer ist, ist erstmal noch kein Argument. Mit sehr großen Händen (die Liszt hatte) wird man sich auch nicht besonders verrenken. (Ich persönlich verrenke mich dabei allerdings bis zur Unkenntlichkeit Freude )

Bei der 2. Rhapsodie (und bei einigen anderen auch) ist allerdings ein schwerwiegendes Argument, dass das thematische Material hoffnungslos minderwertig ist (diese Stelle mit den Geigen-Schnalzerern zum Beispiel ,tststs), und da rettet auch eine gelungene Verarbeitung nicht mehr viel.
Die nervigste Rhapsodie ist für mich gar nicht mal diese, die immerhin noch einigermaßen "mitreißend" ist, wenn auch oberflächlich - sondern diese unsägliche 14. mit dem monotonen Hauptthema, das ungefähr 2435mal wiederholt wird.
Mein Favorit ist der Rakoczy-Marsch (Nr. 15, glaub ich), da ist ausnahmsweise mal das sonstige Czardas-Schema durchbrochen, und dann diese absolut freche Harmonisierung.

Zitat:
Es bleibt eine prinzipielle Frage, wer ist der großartige Komponist....derjenige der in einem Bruchteil seiner vielen Werke ein paar Geniestreiche fabriziert hat (das gestehe ich Liszt ja zu), oder derjenige, der ein wunderschönes Stück nach dem anderen komponiert hat, ganz ohne Ausrutscher (->Chopin), dabei vielleicht aber den ultimativen Geniestreich vermissen lässt.


Ich würde mir nie ein Wort gegen Chopin erlauben großes Grinsen
Phil(osoph)
*Chopin - Trauermarsch (Finale) (Klaviersonate Nr.2 B-Moll Op.35) hör*

unglücklich